Die Mut der Demut
Transkript anzeigen
00:00:04: Heute geht es um Demut und ich habe euch ja versprochen, dass ich mir auch einen coolen Titel ausdenken werde.
00:00:11: Aber demütigst muss ich anerkennen, dass der Einzige oder der beste Titel, den ich mir ausdenken konnte, die Mut der Demut ist.
00:00:22: Aber was ist Demut eigentlich?
00:00:24: Und ich glaube, Jeder von uns hat vielleicht das eine oder andere Bild im Kopf, vielleicht so ein Diener, der mich demütig sich oder vor seinem König verbeugt oder vielleicht einfach die Fähigkeit, sich klein zu machen.
00:00:37: Ich glaube, dass Demut die grundlegende Eigenschaft eines jeden Christen ist.
00:00:42: Was meine ich damit?
00:00:44: Ich glaube, wenn man als Christ lieb und freundlich ist, dann ist das gut und dann sollte das auch so sein.
00:00:50: Und man sollte im Laufe seines Lebens mit Jesus auch immer lieber und freundlicher werden.
00:00:54: Nichts Erste Trotz wird man im Laufe seines Lebens auf Arschloch Christen stoßen.
00:01:01: Warum?
00:01:02: Weil manche die bekehren sich, wenn sie hier oben lieb sind, und dann wären sie halt noch lieber.
00:01:08: Und manche, die bekehren sich so als richtige Arschlöcher, wenn sie ganz unten sind und werden mit der Zeit halt auch lieber.
00:01:13: Aber wenn man diese Leute halt am Anfang ihres Christseins kennenlernt, dann wird das erste Wort, was einem einfällt, wenn man an sie denkt, nicht lieb oder freundlich sein, sondern vielleicht, boah, was ist das für ein Arschloch?
00:01:26: Also es gibt unfreundliche Christen.
00:01:29: Und genauso gibt es auch ungeduldige Christen.
00:01:34: obwohl die Geduld ja auch ein Teil der Frucht des Geistes ist.
00:01:38: Also im Laufe seines Lebens mit Jesus wird man lieber und freundlicher und geduldiger und so weiter und auch fleißiger.
00:01:43: Aber trotzdem wird man immer wieder Christen kennenlernen oder man kennt das wahrscheinlich auch von sich selbst, wo man in Momenten nicht lieb oder geduldig oder fleißig ist.
00:01:53: All das sind wichtige Eigenschaften.
00:01:55: Nichtsdestotrotz sind sie nicht grundlegend für ein Christen.
00:02:00: Also ein Christ ist nicht definiert als eine Person, die Geduldig und freundlich ist, auch wenn man sich dahin entwickelt im Laufe seiner Zeit mit Jesus.
00:02:11: Aber Demut ist Pflicht.
00:02:15: Ein Christ, der nicht demütig ist, gibt es nicht, zumindest in einem gewissen Aspekt.
00:02:21: Was meine ich damit?
00:02:22: oder warum ist das so wichtig?
00:02:23: Weil Demut das Gegenteil von Stolz ist.
00:02:27: und Stolz ist etwas, was sich mit Christsein widerspricht.
00:02:30: Warum?
00:02:31: Weil Stolz die grundlegende Sünde Satans war.
00:02:36: Und ich hab euch in ein paar Fersen aussehe.
00:02:37: Saheer XIV mitgebracht, das ist ein poetisches Lied, was oft auf Satan bzw.
00:02:42: bevor er Satan geworden ist, auf Lucifer gedeutet wird und wie er fällt und dann sozusagen vom Lucifer, vom Engel, zum Gefallenen Engel wird.
00:02:51: Und da lesen wir, wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzsternsohn der Morgenwelt rüte.
00:02:58: Zur Erde gefäll'n bist du, Besiegerationen.
00:03:01: Du aber sagtest in deinem Herzen, zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes mein Thron aufrichten und mich niedersetzen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden.
00:03:12: Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem höchsten mich gleich machen, doch in den Sheol bist du hinabgestürzt in die tiefe Grube.
00:03:22: Stolz steht am Anfang von Satans Fall.
00:03:26: Er war der Glanzstern der Sohn der Morgenröte, irgendein hoher Engel.
00:03:31: und dann sagte er aber, ich will zum Himmel hinaufsteigen.
00:03:37: Meinen Thron will ich in der Höhe aufrichten.
00:03:40: Ich will mich dem Höchsten, also Gott, gleichmachen.
00:03:43: Sein Bedürfnis groß zu werden und groß zu sein, so groß wie Gott zu sein, war der Grund dafür, dass er gefallen ist.
00:03:53: Und das Gleiche bei den Menschen.
00:03:55: Stolz war nicht nur die Sünde, die überhaupt das Böse in Existenz rief, sondern Stolz war auch die Sünde, die das Böse in die Welt hineinließ.
00:04:06: Adam und Eva waren stolz, Und seitdem jeder Mensch, der getrennt von Gott lebt und durch den Stolz Adam und Eva ist das Böse, alle Krankheit, alle Sünde und so weiter überhaupt erst in die Welt hinein gekommen.
00:04:22: Was war das Problem von Adam und Eva?
00:04:24: Naja, sie wurden versucht von der Schlange und die Schlange sagt zu ihnen und ihr werdet sein wie Gott.
00:04:30: Und sie sagen, hey, richtig coole Idee.
00:04:33: Lass mal rausprobieren.
00:04:35: Wir essen von der Frucht, um werden so wie Gott.
00:04:38: Aber durch diesen Stolz so sein zu wollen, die Gott, der sich größer zu machen, als man ist, durch diesen Stolz kommt die Sünde in die Welt.
00:04:49: Stolz ist eine grundlegende Sünde, die Gott abweist.
00:04:53: Wir lesen in Jakobus vier, fast sechs, und ich glaube an zwei anderen Stellen in der Bibel auch noch, Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen, aber schenkt der Gnade.
00:05:01: Gott widersteht den Hochmütigen.
00:05:04: Jeder Sünder kann zu Gott kommen, um Gnade von ihm zu empfangen, außer den Hochmütigen.
00:05:13: Warum?
00:05:14: Nicht weil Gott stolz, besonders doll hasst oder sowas, sondern weil stolz sich widerspricht mit diesen Gedanken, ich bin Sünder.
00:05:22: Und ich komme zu Jesus.
00:05:24: Weil wenn ich stolz bin, dann komme ich ja nicht zu Jesus.
00:05:28: Und das sehen wir ja auch, wie Jesus mit den unterschiedlichen Menschen zu seinen Lebzeiten gelebt hat.
00:05:35: Ja?
00:05:36: Jesus verbringt Zeit mit Sündern.
00:05:38: Er... ist beim Herz sich mit ihnen, er spricht ihnen Vergebung zu.
00:05:42: Nur zu einer Menschengruppe war er besonders hart.
00:05:46: Er wurde zornig über sie und hat sie abgelehnt.
00:05:48: Und das waren die Farisee, warum wir sie stolz waren und davon überzeugt waren, dass sie keinen rettern Not nötig haben.
00:05:58: Ja, die ganzen Sünder und die Huren und die Zöllner und so weiter, die wussten, dass sie eine Retter brauchen.
00:06:04: Und in Jesus haben sie ihn gefunden und er hat sie mit offenen Armen empfangen.
00:06:08: Aber die Pharisäer bzw.
00:06:10: stolz der Pharisäer hat verhindert, dass sie überhaupt erst zu Gott kommen und überhaupt sich erst eingestehen können, dass sie einen Retter brauchen.
00:06:21: Demut ist die Grundlage für Glauben.
00:06:25: Wir lesen ganz am Anfang in der Berg predigt glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
00:06:32: Und Arm sein im Geist heißt nichts anderes, als sich einzugestehen.
00:06:37: Ich habe nichts, was mich irgendwie vor Gott wohlgefällig machen könnte.
00:06:42: Ich habe nichts, um Gott zu beeindrucken.
00:06:44: Ich habe nichts, um in den Himmel verdienen zu können.
00:06:47: Und erst, wenn ich anfange, diese Armut einzugestehen, um mit leeren Händen vor meinen Schöpfer und Retter treten kann.
00:06:55: Erst dann kann ich empfangen, das reichte Himmel, ewiges Leben und Gnade.
00:07:00: Aber solange ich mich noch an irgendwas festklammer, mein Bild von mir selbst, dass ich ein guter Mensch bin und all die guten Werke, die ich tue, dass ich immer an die Gemeinde gehe und immer viel spende und solange ich mich an diesen Sachen festklammer, sind meine Hände zu voll und von Gott Gnade empfangen zu können.
00:07:21: Demut ist die Grundlage für Glauben.
00:07:23: Ohne Demut können wir nicht glauben.
00:07:26: Demut ist die Fähigkeit nicht klein zu machen, beziehungsweise sich die Kleine einzugestehen, also Kleine als Gegenteil von Größe.
00:07:35: Ein demütiger Mensch weiß, dass er klein ist vor Gott.
00:07:39: Während stolz sich groß machen will, stolz will sich erheben im Fall von Adam und von Satan über Gott und im Fall von irgendwie dem Miteinander, was wir haben über andere Menschen.
00:07:52: Der Demütige kann sich eingestehen, Ich kann mich nicht alleine retten.
00:07:56: Ja, es gibt nichts, was ich tun kann, um irgendwie in den Himmel zu kommen.
00:07:59: Ich brauche Hilfe.
00:08:01: Und er empfängt diese Hilfe von Gott.
00:08:04: Aber Demut spielt nicht nur eine Rolle in dem Moment unserer Bekehrung, sondern quasi in jedem Moment unserer Beziehung zu Gott.
00:08:11: Ein Demütiger kann sich eingestehen, dass er sich nicht um sich selbst sorgen kann.
00:08:15: Und es gibt Bibelstellen zum Beispiel in erster Petrus V, Vers.
00:08:19: VI und VII, wo Demut mit Sorgen abgeben in Verbindung gebracht wird.
00:08:25: Der Stolze sagt, wenn ich lange genug über meine Probleme grüble, wenn ich mir lange genug Sorgen mache, wie die Welt wird mit der Wirtschaft und jetzt gibt's Wahlen oder vielleicht ein bisschen mehr Loki, wenn ich mir lange genug Sorgen mache, wie die Klausur morgen wird oder die Verabprüfung oder was ich nach dem Ami mache, dann kann ich die Probleme der Welt und meines Lebens lösen.
00:08:47: Das ist Stolz, ich kann sie nicht lösen.
00:08:49: Ich kann mich nicht um mich selbst sorgen, aber Gott kann es.
00:08:53: Und deswegen, wenn ich mich vor Gottes mächtige Hand demütige und sage, hier Gott, hier hast du meine Sorgen, hier hast du all die Themen, die mich beschäftigen und du süß, ich habe Angst vor der wirtschaftlichen Lage, ich habe Angst vor der Prüfung, ich habe Angst vor, was weiß ich, was der Zukunft, aber ich kann ja durch meinen Sorgen nichts an der Zukunft verändern.
00:09:15: Bitte sorge du, dich und mich.
00:09:18: Dann ist das Demut und dann gebe ich meine Sorgen an Gott ab.
00:09:23: In der Beziehung zu Gott ist Demut essentiell.
00:09:28: Es gibt keine Alternative zur Demut.
00:09:32: Es gibt keinen stolzen Menschen, der im Himmel kommt.
00:09:35: Warum?
00:09:36: Weil ein stolzer Mensch nichts von Jesus umfangt kann.
00:09:39: Aber in der Beziehung zu Menschen untereinander ist Demut so ein bisschen wie Liebe.
00:09:44: Es ist nicht heilsnotwendig, dass wir immer hundert Prozent demütig mit unseren Mitmenschen umgeben.
00:09:49: Aber es ist schon sehr, sehr wichtig.
00:09:51: Genauso wie es Christen gibt, die unfreundlich sind oder lieblos miteinander umgehen, wird es immer wieder Christen geben und da nehme ich mich mal nicht mit raus, ja, die im Miteinander stolz sind oder angeben oder sich groß machen wollen oder muss irgendwie um sie gehen sollen.
00:10:10: Warum ist Demut so wichtig?
00:10:13: Und da lese ich euch einfach mal eine längere Passage aus, Philippa I vor.
00:10:21: Da lesen wir in F, sorry, Philippa II, die Verse I. bis.
00:10:27: Wenn es nun irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendeine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgendein herzliches Mitleid und Erbarmen so erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt.
00:10:42: Ja, so Paulus sagt, lebt diese Sachen, ermuntert euch, tröstet euch, lebt Gemeinschaft, seid mitleidig und erbarmungsvoll miteinander.
00:10:53: Dann geht es weiter.
00:10:54: dass ihr einmütig eines Sinnes seid, nichts aus eigen Nutz oder eitler Humus tut, sondern dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst.
00:11:06: An jeder See nicht nur auf der Seine, sondern an jeder auch auf das der anderen.
00:11:10: Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus, Jesus, war.
00:11:15: Der eine gestohlt Gottes war und ist nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.
00:11:20: Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, in dem er den Menschen gleich geworden ist und er gestalt nach wie ein Mensch befunden, er niedrigte er sich selbst und wurde gehorst an bis zum Tod, er zum Tod am Kreuz.
00:11:33: Darum hat Gott ihn auch hoch erraben und ihm den Namen verliehen, der über jedem Namen ist.
00:11:39: Damit in dem Namen Jesu jedes kniesig Beuge, der himmlischen und irdischen und unterirdischen und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.
00:11:54: In diesem Text gibt es zwei Aspekte der Demut, die ich näher beleuchten möchte.
00:11:59: Da haben wir einerseits Jesu Demut, also die Jesus demütig war und ist und andererseits die Eigenschaften der Demut, also wie Demut unser miteinander prägen kann.
00:12:13: Und ich möchte mit Jesu Demut anfangen.
00:12:15: Wir lesen von Jesus, dass er in der Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.
00:12:22: Das heißt, Jesus war Gott.
00:12:25: Ja?
00:12:26: Paulus macht an dieser Stelle klar, Jesus ist eins mit Gott.
00:12:30: Es ist nicht irgendwie ein untergeordnetes Wesen, nicht irgendwie der höchste Engel oder das erste Produkt seiner Schöpfung oder sonst was.
00:12:38: Jesus war in der Gestalt Gottes, er war Gott gleich und es war sein Recht Gott gleich zu sein, weil er Gott war.
00:12:44: Was lernen wir daraus aus Demut?
00:12:47: Demut ist nicht falsche Bescheidenheit.
00:12:50: Demut ist nicht so falsche unterwürfige Demut.
00:12:56: Gesunde Demut geht immer ein Herr mit einem gesunden Selbstbewusstsein.
00:13:02: Du kannst nicht demütig sein, wenn du schon maximal klein bist.
00:13:10: Demut ist ja die Fähigkeit, sich klein zu machen.
00:13:11: Wenn du schon ganz am Boden bist, beziehungsweise dich so siehst, dann kannst du dich ja nicht noch kleiner machen.
00:13:18: Wenn du durchs Leben gehst und sagst, boah, ich bin so ein Versager, andere Menschen sind viel wichtiger als ich, meine Bedürfnisse zählen nicht, dann bist du nicht demütig, dann lebst du eine Lüge.
00:13:31: Jesus ist ja auch nicht so durch den Himmel gegangen.
00:13:33: Oh, ich bin das niedrigste Teil der drei Einigkeit.
00:13:37: Ja, ich muss am Kreuz sterben, weil ich so schlecht bin oder sowas.
00:13:41: Ja?
00:13:42: Jesus war in der Gestalt Gottes.
00:13:44: Er ist Gott.
00:13:45: Es ist ein Recht, Gott zu sein.
00:13:47: Und aus dieser Höhe, aus dieser Erhabenheit macht er sich klein.
00:13:54: Und wenn wir die Gesinnung Jesu haben wollen, wenn wir diese Demut in uns haben wollen, dann müssen wir wissen, wer wir sind.
00:14:05: Wer wir sind in Christus, dass wir erhabene Kinder Gottes sind, dass wir mit Erben Christi sind, dass wir Richter dieser Welt sind.
00:14:13: Wenn Jesus einmal wiederkommt und diese Welt richten wird und über Engel und Dämonen das Urteil fällen wird, werden wir mit ihm.
00:14:22: richten.
00:14:23: Und aus dieser erhabenen Identität, aus dieser Höhe, aus dieser Größe und Ehre und Würde, die uns Jesus verliehen hat, aus ihr können wir uns klein machen.
00:14:35: Aber wenn wir durch die Welt gehen, überzeugt davon, dass wir nichts wert sind, dass alle anderen wichtiger sind als wir, dann ist das keine Demut, dann ist es eine falsche, sündige Bescheidenheit.
00:14:47: Weil das nicht darum geht, uns klein zu machen, sondern darum klein zu sein, aber wir sind nicht klein.
00:14:51: Wir haben ja Würde und Ehre und so weiter Verliehen.
00:14:54: Und wenn wir so durchs Leben gehen, oh, ich bin nichts und ich bin so schlecht und so weiter, dann machen wir nicht uns klein, also das auch, aber machen wir vor allem Jesus klein.
00:15:05: Weil wir sagen, Jesus lebt ja in uns und wenn es sagt, oh, ich bin so schlecht, ja, dann sagen wir das ja auch über Jesus.
00:15:10: Oh, ich bin nichts wert.
00:15:12: Dann heißt ja, dass Jesus nichts wert ist, weil er ja in uns lebt und er ein Teil von uns ist.
00:15:18: Also aus der Höhe können wir uns klein machen, dem Mut geben in einem gesunden Selbstbewusstsein einher.
00:15:26: Und jetzt kommt das Kleinmachen.
00:15:29: Jesus entäußerte sich und nahm Knechtsgestalt an.
00:15:33: Jesus wurde zum Knecht und er niedrigte sich bis zum Maximum.
00:15:37: Er ist gestorben, einen jämmerlichen, qualvollen, erbärmlichen Tod.
00:15:44: An der brutalsten... Hinrichtungsmethoden, die sich der Mensch hier ausdenken konnte, ist Jesus gestorben.
00:15:51: Er hat sich klein gemacht bis zum Maximum bzw.
00:15:55: bis zum Minimum.
00:15:56: Der Alpha wird sozusagen zum Omega.
00:16:00: Der Sigma wird zum Skibbidi-Ohio.
00:16:03: Und das hat am Kreuz seinen Zenit gefunden, aber das hat auch Jesu Leben geprägt.
00:16:11: Ganz praktisch Jesus berührt die Kranken, die sonst niemand berühren wollte.
00:16:17: Er verbringt Zeit mit den Losern, die natürlich keine Loser war.
00:16:21: Aber und ich glaube, das trifft auf alle Menschen zu.
00:16:25: Wir unterteilen ja in die Menschen, die wir cool finden, denen wir gerne Zeit verbringen und wir unterteilen in die Menschen, die halt irgendwie nicht so cool sind, die halt irgendwie ein bisschen komisch sind, die zu laut reden oder über komische Themen reden und uns deswegen... so ein Gefühl der Unangenehmheit in unserem Leben auslösen.
00:16:44: Oder die halt keine Ahnung, die einfach komisch riechen oder die vielleicht einfach nicht so freundlich sind, weil sie noch nicht so lange Christ sind oder noch nicht so viel Heiligung erlebt haben und deswegen immer blöde Witze machen auf unsere Kosten oder sowas.
00:16:57: Und wir alle unterteilen in Menschen, die cool sind, den wir wieder gerne Zeit verbringen und in die, vielleicht nennt er sie nicht so, in die Loser, mit denen wir halt nicht gerne Zeit verbringen, weil sie halt irgendwie komisch sind.
00:17:07: Und Jesus verbringt Zeit mit den Leuten, mit denen sonst niemand Zeit verbringen möchte.
00:17:16: Jesus hängt mit seinen Jüngern ab und er wäscht ihnen die Füße.
00:17:19: Obwohl er doch der Herr war, die anderen hätten ihn die Füße waschen sollen.
00:17:23: Aber er hat kein Problem, sich klein zu machen und den anderen liebevoll zu dienen.
00:17:30: Das ist Jesu Demut.
00:17:33: Wie leben wir sie aus?
00:17:34: Wie werden wir zu knechten?
00:17:36: Naja.
00:17:38: indem wir nichts aus Eigennutz tun.
00:17:41: Die Frage bei allem, was wir tun, auch bei guten Dingen, die wir tun, sollte immer sein, tue ich das für mich.
00:17:50: Tue ich vielleicht diese gute Tat für mich, damit ich mich besser fühle, damit andere sehen, dass ich was Gutes tue und ihre Anerkennung bekomme, weil ich irgendeinen Benefit davon habe, wenn ich was Gutes tue, oder tue ich das für andere.
00:18:06: Ganz praktisch.
00:18:08: Was mache ich zum Beispiel?
00:18:09: Nach der Jugend, ja, sitze ich auf der Couch und socke Brawl Stars oder überwinde ich meine Unlust und mache den Abwasch, während andere vielleicht eine Gaudi haben und irgendwie gerade coole Zeit miteinander haben und was Kuhnes machen, was sie auch gerne machen würden, ja?
00:18:23: Ordne ich mein Bedürfnis nach chillen höher ein oder niedriger ein als das der anderen?
00:18:30: Wenn ich sage, okay, ich habe Bock auf chillen, der andere hat Bock auf chillen, na ja, dann mache ich halt den Abwasch, um seinen Bedürfnis nach chillen hochzuheben und... mich klein zu machen und ihm zu dienen.
00:18:40: Dann ist das Demut.
00:18:42: Oder wir sollen nicht nur aus Nichts aus Eigenut zu tun, sondern auch Nichts aus eitler Ruhmesucht.
00:18:47: Und eitler Ruhmesucht heißt einfach nur, ich möchte Anerkennung.
00:18:52: Loben wir andere Menschen für das, was sie tun oder versuchen wir unsere eigene Leistung in den Mittelpunkt zu stellen, damit wir die coolen sind und wir die Anerkennung bekommen.
00:19:04: Einer soll den anderen höher achten als sich selbst.
00:19:08: Ganz praktisch helfe ich im Haushalt mit, mache ich meine Schulaufgaben und so weiter, helfe ich im Haushalt mit, weil ich meinen Bedürfnis nach chillen als weniger wichtig sehe, als das Bedürfnis meiner Eltern, dass der Haushalt irgendwie funktioniert.
00:19:21: Das ist demut.
00:19:22: ganz praktisch.
00:19:25: Ich mache mich klein und diene und achte andere höher als mich selbst.
00:19:32: Ich höre zu, statt immer nur selbst zu erzählen.
00:19:38: Ein jeder soll nicht nur auf das Seine schauen, sondern auch auf das der anderen.
00:19:42: Ja, du bist halt einfach nicht der Main Character in deinem Leben.
00:19:45: Jesus ist es.
00:19:46: Schau nicht auf dich, sondern schau auf das, was Jesus durch dich tun möchte und wie er Menschen durch dich begegeln möchte.
00:19:58: Ein demidiger Mensch hat kein Problem Fehler zuzugeben.
00:20:02: Warum?
00:20:02: Wenn ihr Fehler verschleiern, ja wir versuchen unsere Fehler zu verstecken und unsere Sünde nicht zuzugeben, ja dann wollen wir uns ja größer machen, als wir eigentlich sind, ja und Heiliger und Sündloser machen, als wir eigentlich sind.
00:20:14: Das Problem ist, wir können gar nicht größer sein, als wir sind, weil Jesus unsere Identität gemäxt hat, ja wenn du deine Sünden verheimlichst, um irgendwie sündloser zu sein, als du eigentlich bist, ja sorry du bist ja schon maximal sündlos, weil Jesus deine Sünde von dir weggenommen hat.
00:20:29: Deswegen kannst du auch zu der Sünde, die irgendwie Teil von deinem Leben ist, stehen Weil deine Sünde nichts mit deiner Identität zu tun hat.
00:20:36: Deine Sünde, deine Fehler machen ja nicht deine Identität kleiner.
00:20:41: Und deswegen kannst du, wenn du weißt wer du bist, kannst du offen zu deinen Fehlern stehen und kannst offen zu deinen Sünden stehen.
00:20:50: Ein demütiger Mensch ist dankbar, warum?
00:20:53: weil er den Blick von sich selbst auf andere richtet.
00:20:58: Und was ist die Frucht der Demut?
00:21:01: Naja, die Erhöhung.
00:21:02: Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jedem Namen ist.
00:21:07: Damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beugt, der Himmlischen und der Irrischen und der Unterirdischen.
00:21:12: Und jede Zunge bekennt, dass Jesus Christus Herr ist zu ihre Gottes des Vaters.
00:21:17: Wenn wir demütig leben, werden wir am Ende von Gott erhöht werden.
00:21:25: Wir werden belohnt werden für unser Leben.
00:21:29: Demut ist ein zweischneidiges Schwert.
00:21:32: Einerseits ist es essentiell, es gibt keine Errettung.
00:21:36: Ohne vor Gott sich klein zu machen und einzugestehen, dass man einen Retter braucht, gibt es keine Erlösung.
00:21:44: Demut ist auch im Miteinander extrem wichtig.
00:21:47: Einerseits und andererseits ist die Gefahr, dass man sich selbst demütig, bzw.
00:21:52: durch sich selbst gedemütigt wird.
00:21:54: Aber Demut ist nicht, ich werde gedemütigt.
00:22:00: Stolz ist, ich werde gendiemütigt.
00:22:03: Denn Stolz wird am Ende immer weggenommen werden.
00:22:07: Und dann wird es offenbar werden.
00:22:10: Entweder ganz am Ende im Gericht, und ich denke da irgendwie an Satan, der jetzt so als der große Herr der Welt auftritt, um Menschen und ganze Nationen zur Sinne zu verführen.
00:22:20: Und am Ende im Gericht, wenn das Licht scheint, in alle Werke hinein, dann wird offenbart, wer er ist, nichts anderes als ein gefallenes Geschäft.
00:22:29: Gottes.
00:22:31: Aber auch im Kleinen stellt euch vor jemanden, der immer prallt und angibt und immer übertreibt, um sich größer zu machen, um sich besser zu machen, als er denkt, dass er sei.
00:22:41: Und dann findet es jemand draus und alle wissen, okay, der hat halt gelogen und der hat übertrieben und so weiter.
00:22:46: Also nur der Stolze wird gedemütigt.
00:22:51: Der Demütige wird erhöht.
00:22:55: Demut ist ein zweischandigstes Schwert.
00:22:57: Einerseits ist es unglaublich wichtig.
00:23:00: und essenziell für unser Glaubensleben.
00:23:02: Andererseits besteht die Gefahr, dass man sich doch irgendwie zu so einem häuflichen Elend macht, das wenn nicht sind.
00:23:08: Also einerseits sollen wir nicht zu hoch von uns denken.
00:23:13: Und da habe ich letzte Woche den Zitat gebracht, was ich ganz cool fand, bringe ich jetzt auch nochmal Nutsburgen und so was gesagt wie, wenn jemand schlecht über dich denkt, kannst du egal sein, weil in Wirklichkeit bist du viel schlimmer.
00:23:25: Ja, und das stimmt.
00:23:26: Wenn irgendjemand schlecht über mich denkt, weil ich irgendeine Sünde gemacht habe oder sowas, kann es mir doch egal sein, weil er kennt vielleicht eine Sünde, aber all die anderen tausend Sünden kennt ihr halt nicht.
00:23:35: Das, was er von mir weiß und über mich denkt, ist nur ein Bruchteil von meiner eigenen Sünde in meinem Leben.
00:23:41: So, also ich muss nicht irgendwie besonders hoch von mir denken.
00:23:45: Aber andererseits soll ich auch nicht zu niedrig von mir denken.
00:23:47: Jetzt soll ich durch die Weltlaube sagen, oh, ich bin Versager, ich schaffe es nicht, niemand liebt mich.
00:23:53: Ja, weil wir das nicht derjenige ist, der wir in Jesus sind.
00:23:56: Wie lösen wir diese Spannung auf?
00:23:59: Der Schlüssel eines gesunden Umgangs mit sich selbst ist, denkt nicht, schlechter über dich, denkt auch nicht.
00:24:07: besser über dich, sondern denk einfach weniger über dich selbst nach.
00:24:12: Denk weniger an dich und mehr an Jesus.
00:24:15: Dann stehst du nicht in der Gefahr zu gut von dir zu denken oder zu schlecht von dir zu denken, du denkst gar nicht an dich, sondern nur an Jesus.
00:24:21: Und das richtet ja den Blick von uns weg auf Jesus.
00:24:25: Und dann leben wir ganz automatisch demut, weil sich unser Leben nicht mehr auf uns dreht, sondern um Jesus.
00:24:32: Und ich glaube, das ist der Schlüssel, um ein demütiges Leben zu leben wie Jesus.
00:24:37: Amen.
Neuer Kommentar