Muss man als Christ den Zehnten geben?
Shownotes
Predigt in der EFG Oberkrämer
In dieser Predigt geht es um unseren geistlichen Umgang mit Geld und die Frage, wie wir eine gesunde Balance zwischen dem Genuss göttlicher Gaben und dem Investment in sein Reich finden . Die Predigt führt durch vier Ebenen des Gebens: vom gesetzlichen „Zehnten“ über das biblische Prinzip des doppelten Zehnten – bei dem Spenden und persönlicher Luxus in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden – bis hin zur neutestamentlichen Freiheit, in der wir unser gesamtes Vermögen als Gottes Eigentum begreifen . Sie ermutigt dazu, Habgier durch Dankbarkeit zu besiegen und den Heiligen Geist als persönlichen Berater für finanzielle Entscheidungen einzusetzen, statt unter dem Druck starrer Regeln zu leben. Basierend auf der Verheißung, dass Gott für unser Auskommen sorgt, werden wir eingeladen, Gott im Geben herauszufordern und zu erleben, wie er seine Fenster des Himmels öffnet, um uns mit Segen zu überhäufen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe euch heute was mitgebracht.
00:00:03: Flyer kann weg.
00:00:05: Und zwar diesen Zettelhilier.
00:00:09: Das ist das allererste Predigtskript meines Lebens.
00:00:16: Vor zehn Jahren war ich im Schülergebetskreis an meiner Schule und ich war dran eine Andacht zu halten.
00:00:22: Und ich hatte keine Ahnung, worüber ich eine Andacht halten soll.
00:00:24: Habe ich bis dahin noch nie gemacht.
00:00:27: Und dann sagte mir meine Schwester, halte doch eine Andacht über irgendeine Geschichte aus der Bibel, die dich begeistert.
00:00:35: Mir ist sofort eine Geschichte eingefallen.
00:00:37: Ich wusste leider damals noch nicht genau, wo sie steht.
00:00:40: Heute bin ich da ein bisschen schlauer und darum soll es heute gehen.
00:00:44: Aber um den Spannungsbogen noch ein bisschen aufrecht zu halten, erzähle ich euch erst ganz am Ende diese Geschichte.
00:00:53: Nichtsdestotrotz geht es damals wie heute
00:00:57: um
00:00:57: das Thema Geld beziehungsweise Spenden.
00:01:02: Der einzige Unterschied ist, dass ich statt damals keine zwei, sondern etwa vierzig Minuten brauchen werde.
00:01:09: Damit wir die richtige Perspektive zum Thema Spenden und Umgang mit Geld entwickeln, brauchen wir zwei Fundamente.
00:01:19: Das erste ist Gottes Versprechen, dass er sich um uns sorgt.
00:01:24: Wir müssen uns keine Sorgen machen.
00:01:27: Denn wenn es dir schlecht geht, geht es dir schlecht, wenn du dir Sorgen machst.
00:01:31: Und es geht dir schlecht, wenn du dir keine Sorgen machst.
00:01:35: Das Sorgen machen ändert überhaupt nichts daran, wie es dir geht.
00:01:40: Im Gegenteil, dir geht es meistens dann noch schlechter.
00:01:44: Und deswegen sagt Gott, mach dir keine Gedanken um deine Sorgen, sondern mach dir Gedanken um das Reich Gottes.
00:01:51: Und ich werde dir alles geben, was du brauchst.
00:01:54: Nicht unbedingt, was du dir wünschst, aber was du brauchst.
00:01:57: Und wenn ich mich schon um die Spatzen und um die Blumen kümmere, dann werde ich mich erst recht um dich kümmern.
00:02:04: Das zweite Standbein erinnert ihr euch noch an dieses Spiel, das wir mal vor ein paar Monaten gespielt haben, wo ihr alle aufstehen musstet und jeder, der wusste, welchen Beruf sein Uhr, Uhr, Uhr, Uhr, Oper hatte, durfte stehen bleiben, alle anderen mussten sich setzen.
00:02:17: Ergebnis des Spiels, niemand weiß mehr, welchen Beruf sein Uhr, Uhr, Uhr, Uhr, Oper hatte.
00:02:23: Ja, genauso wie du keine Ahnung hast, was deine Vorfahren vor zweieinhalb Jahren gemacht haben, werden deine Nachfahren auch keine Ahnung haben, wer du warst.
00:02:32: Und deswegen ist alles, was wir hier auf dieser Erde tun, absolut unbedeutend.
00:02:37: Außer es hat einen Ewigkeitswert, wenn wir es für das Reich Gottes tun.
00:02:45: Und genauso ist es auch mit unserem Umgang mit Geld.
00:02:48: Wenn wir unser Geld nicht in das Reich Gottes investieren, dann ist es Geld-Verschwendung.
00:02:56: Und ich könnte jetzt eigentlich an dieser Stelle mit der Predigt aufführen, weil die meisten von euch können eins in eins zusammenzählen.
00:03:04: Wenn wir unser Geld ins Reich Gottes investieren, wird er sich um uns sorgen und alles wird gut.
00:03:11: Aber da ich noch thirty- acht Minuten vor mir habe, möchte ich doch noch ein bisschen tiefer in das Thema einsteigen.
00:03:18: Also, heute geht es um Geld.
00:03:26: Und dazu habe ich vier Level des geistlichen Umgangs mit Geld mitgebracht.
00:03:39: Und wenn Christen über das Thema Geld sprechen, kommt oft immer der Zehnte zur Sprache.
00:03:47: Irgendwie gibt es eine allgemeine Diffuseüberzeugung, dass man als Christ den Zehnten spenden soll.
00:03:55: Und als Phänikfuchser könnte man darüber diskutieren, soll man jetzt den Zehnten vom Netto oder den Zehnten vom Brutto spenden.
00:04:03: Und wenn ich mich auf diese Argumentationsschiene einlassen würde, könnte ich euch erklären, warum man als Christ den Zehnten von der Arbeitslosenversicherung und von der Rente nicht verzehnten muss, aber seinen Beitrag zur Krankenkasse schon.
00:04:22: Aber ich begebe mich nicht auf diesen Argumentationsschienen irgendwo.
00:04:26: Denn der Zehnte bringt so einige Probleme mit sich.
00:04:31: Nichtsdestotrotz, hat der Zehnte seine Berechtigung.
00:04:36: Er steht schließlich in der Bibel und was in der Bibel steht, ist im Allgemeinen nicht schlecht.
00:04:42: Stellt euch vor, eine Person wird Christ, die vielleicht noch nie groß in ihrem Leben sich mit dem Thema Spenden beschäftigt
00:04:49: hat.
00:04:51: Oder eine Person, die schon lange Christ ist, fällt auf, ich habe irgendwie einen falschen Umgang mit Geld und macht sich darüber Gedanken, wie viel man spenden soll als Christ.
00:05:05: Und deswegen heißt Level eins auch, der frisch bekehrte Geldbeutel.
00:05:21: Denn Luther hat gesagt, der Geldbeutel ist das, was sich bei einem Christen als Letztes bekehrt.
00:05:30: Also, diese beiden Menschen fangen an sich Gedanken zu machen über das Thema Geld, wie sie mit dem Thema Geld umgehen sollen.
00:05:37: Und dann stoßen sie auf dritter Mose, siebenundzwanzig vers dreißig.
00:05:42: Und der ganze Zehnte des Landes vom Samen des Landes, von der Frucht der Bäume gehört dem Herrn.
00:05:49: Es ist dem Herrn heilig.
00:05:51: Und die denken sich, na gut, zehn Prozent gehört Gott, das hört sich angemessen an, ich will anfangen, zehn Prozent meines Einkommens der Gemeinde zu spenden.
00:06:04: Und deswegen hat der Zehnte auch eine Berechtigung, wenn er dazu führt, dass Menschen, die sich noch nie mit dem Thema Finanzen auseinandergesetzt haben, wenn der Zehnte sie dazu bringt, regelmäßig sich finanziell ins Reich Gottes einzubringen, Und sie ermutigt regelmäßig zu spenden.
00:06:22: Deswegen hat er definitiv eine Berechtigung.
00:06:25: Aber wir haben noch drei Level vor uns.
00:06:29: Wenn man sich mit dem Thema Spenden genauer aussetzt, dann fällt auf, dass es im Alten Testament nicht nur einen Zehnten, sondern drei Zehnte gibt.
00:06:46: Und die ganze Gemeinde schreckt jetzt innerlich zusammen, weil sie denkt, oh nein, jetzt muss ich dreißig Prozent meines Einkommens spenden.
00:06:53: Nein und ja, aber dazu erst in Level vier.
00:06:57: Also, das alte Testament kennt dreizehnte.
00:07:01: Den ersten Jahr der frischbekehrte Geldbeutel, den kennen wir schon, die anderen beiden stehen in fünfter Mose vierzehn.
00:07:10: Da gibt es einerseits einen Zehnten, der nur alle drei Jahre fällig war und der an die Leviten zu bezahlen sei.
00:07:17: Also ihr könnt euch entspannen.
00:07:19: Drei mal zehn ist nicht dreißig, sondern nur dreiundzwanzig.
00:07:25: Ja, weil alle drei Jahre in Zehnten sind auf sehr gerechnet drei Prozent.
00:07:29: Und andererseits gibt es den sogenannten Partyzehnten.
00:07:33: Ich lese vor aus Ver.
00:07:37: Und gibt das Geld für alles, was Deine Seele begehrt.
00:07:40: Für Rinde und Schafe, für Wein und Raustrank und für alles, was Deine Seele wünscht.
00:07:44: Und ist dort vor dem Herrn, Deinem Gott, und freue Dich, Du und Dein Haus.
00:07:49: Es ist also ein göttliches Gebot, dass wir zehn Prozent unseres Einkommens für Genuss ausgeben.
00:07:56: Und wenn jemand Ein Problem damit hat, dass du dir mal so ein richtig teuren Whiskey gönnst oder in so ein richtig schickes und teures Steakhouse gehst, hier ist deine theologische Rechtfertigung.
00:08:09: Genuss ist ein Gebot.
00:08:13: Wenn wir also alles fromme Israeliten wären, weswegen Level zwei der fromme Jude heißt, Wenn wir Fromme israeliten wären, dann wüssten wir, ok, zehn Prozent spenden wir in die Gemeinde, zehn Prozent verbrassen wir für uns und drei Prozent unseres Einkommens geben wir als kleinen Bonus an Petra und Andi und all die anderen Menschen, die hier sich in der Gemeinde einbringen, also auch an mich.
00:08:43: Aber wir sind keine Frommen Juden.
00:08:48: Wir wollen Fromme Christen werden und deswegen kommt jetzt Level drei.
00:08:59: Um das Level drei zu erklären, muss ich ein bisschen tiefer in das Verhältnis zwischen Christen und dem alten Testament eintauchen.
00:09:14: Wer von euch ist kein Schwein?
00:09:19: Eins, zwei, drei, vier, ja, die ganzen Vegetarier und auch mal andere melden sich.
00:09:25: Vielleicht haben wir doch paar Fromme Juden unter uns.
00:09:27: Deswegen nächste Frage.
00:09:29: Wer von euch verzichtet konsequent darauf, Mischgewebe als Kleidung zu tragen?
00:09:34: Also alles, wo drauf steht, zehn Prozent Elastar, neunzig Prozent Polyester ist verboten.
00:09:40: Eine Person?
00:09:41: Okay.
00:09:42: Wer von euch übernachtet einmal im Jahr in einem Zelt aus Blättern?
00:09:49: Eine Person meldet sich?
00:09:50: Okay.
00:09:52: Ihr seht, wir tun das nicht.
00:09:54: Dabei stehen diese Gebote in der Bibel.
00:09:57: Warum?
00:09:59: Gilt das alte Testament nicht mehr?
00:10:02: Brauchen wir es nicht mehr?
00:10:05: Warum steht es dann noch in der Bibel?
00:10:07: Die Antwort steht in erster Tumotius, Eins fürs Acht bis Neun.
00:10:14: Wir wissen also, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht.
00:10:20: Also all die Gebote bezüglich Zehnta, Schwein, Mischgewebe und Laubhütte sind gut prinzipiell.
00:10:28: Deswegen stehen sie noch in der Bibel.
00:10:31: Aber sie sind nur gut, wenn man sie gesetzmäßig gebraucht.
00:10:36: Und wie das aussieht, steht im Rest des Textes.
00:10:41: Indem er dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspinstige, für Gottlose und Sünder, für Heilose und Unheilige, Vatermörder, Muttermörder, Mörder und so weiter und so weiter.
00:10:59: Das Gesetz ist also nicht für Gerechte, sondern für Sünder.
00:11:05: Und weil Jesus uns gerechtfertigt hat und wir keine Sünder mehr sind, gilt das Gesetz für uns Christen auch nicht, sondern es gilt für Nichtchristen.
00:11:16: Was ist also die Aufgabe des Gesetzes?
00:11:20: Paulus erklärt es in Römer III Vers.
00:11:23: so, dass die Aufgabe des Gesetzes ist, Sünder zu zeigen, dass sie Sünder sind.
00:11:31: Ja, wenn jetzt ein Lügner die zehn Gebote ließ und da steht drin, du sollst nicht lügen, erkennt er, mein Leben geht am Maßstab Gottes vorbei.
00:11:42: Und ich kann mich selbst nicht daraus retten aus dieser Schuld.
00:11:45: Deswegen brauche ich einen Retter.
00:11:47: Die Aufgabe des Gesetzes ist es also nicht, Christen zu zeigen, dass sie Jesus in ihrem Leben brauchen.
00:11:55: Doch auch für Christen hat das Gesetz einen Nutzen.
00:11:58: Den lesen wir in Galata, drei vers vierundzwanzig.
00:12:03: Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hingeworden.
00:12:08: Zuchtmeister kann man auch mit Lehrer übersetzen.
00:12:11: Das ist das gleiche Wort.
00:12:13: Und solange wir in der Geistlichen Schule sind, brauchen wir diesen Lehrer.
00:12:19: Aber die geistliche Schule ist nicht das Ziel.
00:12:22: Irgendwann wollen wir mit der Schule fertig sein und ins echte Leben gehen.
00:12:29: Unser Ziel ist nämlich nicht das Gesetz zu halten, sondern so zu werden wie Jesus.
00:12:36: Und solange wir aber noch geistlich unreif sind, brauchen wir das Gesetz, um uns grob die Richtung zu zeigen, wie Jesus ist.
00:12:44: Dazu einige Beispiele.
00:12:47: Der frisch bekehrte Geldbeutel will sein Geld für Jesus einsetzen, ließ in der Bibel zehn Prozent und spendet zehn Prozent.
00:12:56: Der Reife Christ hat erkannt, dass alles, was ihm gehört, eigentlich von Gott kommt und deswegen möchte er alles, also hundert Prozent, für Gott einsetzen.
00:13:07: Dazu aber erst in Level vier.
00:13:10: Doch das Prinzip des Zuchtmeisters geht auch für alle anderen Gebote.
00:13:15: Zum Beispiel steht in den Zehn Geboten, du sollst den Ruhetag einhalten.
00:13:20: Und ja, es ist gut, wenn wir Ruhe in unserem Leben als wichtig erachten.
00:13:24: Sonst bekommen wir ein Burnout.
00:13:26: Aber Jesus selbst hat gezeigt, dass es manchmal Dinge gibt, die wichtiger sind als das Sabbatgebot.
00:13:33: Er hat am Sabbat geheilt.
00:13:36: Oder das Gebot, du sollst nicht lügen.
00:13:40: Die Frage ist, wenn das Gebot das ultimative Ziel ist, haben sich die Hebammen schuldig gemacht, die den Fahrao angelogen haben.
00:13:51: Haben sich Christen im Dritten Reich schuldig gemacht, die Juden versteckt haben und gesagt haben, wir haben ja keine Juden.
00:13:57: Ich glaube nicht, denn das Gebot sagt, du sollst nicht lügen.
00:14:01: Aber Jesu Charakter sagt, wir sollen uns um die Schwachen und Schutzlosen kümmern.
00:14:07: Und jetzt könnte man natürlich einhaken, voll cool, das Gesetz gilt nicht mehr, ich kann leben so wie ich will.
00:14:12: Wenn du so denkst, bist du noch kein Reifer Christ, gehörst in die Geistliche Schule, und sollte sich doch besser noch eine Zeit lang am Gesetz orientieren.
00:14:22: Das heißt, prinzipiell ist es
00:14:24: gut,
00:14:25: wenn wir unser Leben nach den Geboten Gottes ausrichten und uns an den Prinzipien orientieren, die dahinter steht.
00:14:33: Aber das ultimative Ziel ist nicht, das Gesetz einzuhalten, sondern in der Beziehung zu Jesus als Charakter zu reifen und ihm immer ähnlicher zu werden.
00:14:43: Das ist so wie mit wie mit Stützrädern.
00:14:46: Am Anfang, wenn man Fahrrad fährt, hat man noch Stützräder und irgendwann braucht man sie nicht mehr und kann ohne Stützräder fahren.
00:14:58: Und in diesem Kontext müssen wir auch den Zehnten sehen.
00:15:02: Tut mir leid für die lange Einleitung zu Level drei, aber ich glaube, sie war nötig.
00:15:08: Level drei heißt also, das Prinzip hinter dem Zehnten, bzw.
00:15:21: das Prinzip hinter den Zehnten.
00:15:25: Denn anscheinend waren die Israeliten dazu beauftragt, genauso viel Geld zu spenden, wie sie verpressen sollten.
00:15:35: Spenden und Genuss befinden sich auf einer Ebene.
00:15:40: Und das Prinzip, das wir daraus ableiten können, ist es, unsere Ausgaben eineinander anzupassen.
00:15:48: Und wir können mal unsere ja, konnte über sich anschauen und gucken, ob wir genauso viel Geld spenden, wie wir für Urlaub, für Hobbys, fürs Essen gehen, fürs Kino und so weiter ausgeben.
00:16:01: Und vielleicht bemerken wir, na ja, die Waage ist nicht ganz gerade, die ist eher so, ja, dann sollten wir sie wieder so korrigieren.
00:16:08: Oder vielleicht fahren wir auf der anderen Seite vom Pferd runter und gönnen uns nie was, weil wir denken, es gibt so viele Leute, denen es schlechter geht als mir, ich muss doch mehr spenden.
00:16:19: Jeder von uns im Raum.
00:16:20: gehört zu den fünfzehn Prozent reisten Menschen der Welt.
00:16:24: Und theoretisch werden wir nie fertig sein mit Spenden.
00:16:30: Ja, es gibt noch immer jemand, dem schlechter geht als wir.
00:16:33: Und wenn wir dann nochmal auf irgendwas verzichten, um noch mehr spenden zu können, wir sind nie fertig.
00:16:38: Andererseits ist Genuss ein göttliches Gebot.
00:16:41: Und deswegen gibt es, glaube ich, das Prinzip mit diesen beiden Zehnten, dass Gott sagt, wir sollen abgeben von dem, was wir haben, aber wir dürfen auch genießen.
00:16:51: Und das darf sich in Waage halten.
00:16:54: Und natürlich kann es sein, dass Menschen dazu berufen sind, in Ascheese zu leben.
00:16:59: Und wirklich alles, was sie besitzen, aufzugeben.
00:17:03: Und wenn ihr dazu gehört, dann hört lieber auf den Heiligen Geist als auf mich, denn er ist Gott und ich bin es nicht.
00:17:12: Und in dieser Spannung zwischen Genuss und Aufgeben, zwischen Genuss und Spenden, stehen wir als Christen.
00:17:33: Und deswegen finde ich dieses Doppelgebot, dieses Prinzip dahinter so schön, weil es uns Freiheit schenkt.
00:17:38: Einerseits gibt es bestimmt Menschen, die sich nicht leisten können, den Zehnten zu geben, die so wenig Geld verdienen, die hohe Schulden haben, den Haus abbezahlen haben, so hohe Fixkosten, dass sie sich schlichtweg nicht leisten können.
00:17:51: Und dieses Prinzip gibt diesen Menschen die Freiheit, wenn sie auf ihren Kontrobericht gucken und sehen, okay, ich gebe kein Geld für Luxus aus, weil ich mir Luxus nicht leisten kann.
00:18:00: Ich gehe nie ins Kino.
00:18:03: Dieses Prinzip gibt ihnen die Freiheit zu sagen, gut, dann ist es auch nicht so schlimm, dass ich nicht den Zehnten spenden kann.
00:18:09: Und gleichzeitig
00:18:12: ist
00:18:12: es auch ein schönes Prinzip für Reiche, die mehr Geld haben, als sie
00:18:18: brauchen.
00:18:19: Denn der Zehnte ist nicht dazu da, dass wir uns ein gutes Gewissen kaufen dürfen.
00:18:25: Zehn Prozent geht an Gott und den Rest können wir so ausgeben, wie wir wollen.
00:18:31: Dieses Prinzip zeigt uns, dass wir die Ausgaben für Genuss und die Ausgaben für Spenden in der Waage halten sollen.
00:18:40: Und dass wir sowohl genießen dürfen, aber dass wenn wir uns mehr als zehn Prozent leisten können, dass das auch nicht irgendwie ein Maximalwert ist, den man als Christ erreichen muss, sondern dass man auch darüber hinaus spenden kann.
00:18:54: Level drei war also das Verlassen des Gesetzes und sich stattdessen am Prinzip hinter dem Gesetz orientieren.
00:19:04: Das vierte Level, ein bisschen Platz habe ich noch, fürs vierte Level verlassen wir das alte Testament vollständig und befinden uns nur noch im neuen Testament.
00:19:26: Im zweiten Korintherbrief ermahnt Paulus die Korinther bezüglich ihres Spendenverhaltens.
00:19:34: Und Einsatz steht da ganz zentral im Mittelpunkt.
00:19:39: Zweiter Korinther, acht fers neun.
00:19:44: Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um eurid Willen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
00:19:58: Paulus verknüpft den Umgang mit dem Geld, den ein Christ haben soll, mit dem Evangelium.
00:20:04: Für ihn gehören die beiden Dinge untrennbar zusammen.
00:20:09: Unser Umgang mit Geld und das Evangelium.
00:20:12: Paulus sagt Jesus, endlich reich war, der im Himmel in Herrlichkeit als Gott regiert hat und in Pracht und Reichtum regiert hat und getrohnt hat.
00:20:26: Er hat all diesen himmlischen Reichtum aufgegeben und ist auf die Erde gekommen, als mittelloses Baby geboren in den ärmlichsten Umständen in einem Stall voller Schafe.
00:20:43: Aber er hat noch mehr als sein Reichtum aufgegeben.
00:20:47: Ja, das Baby ist erwachsen geworden.
00:20:51: und hat nicht nur seinen himmlischen Reichtum aufgegeben, sondern ist am Kreuz unter stundenlanger Qual und Folter für uns gestorben.
00:20:59: Er hat alles, was er hatte, seinen Reichtum und sein Leben aufgegeben.
00:21:03: Warum?
00:21:05: Damit wir, die wir nichts hatten, alles gewinnen.
00:21:10: Ein ewiges Leben, eine Liebesbeziehung zu seinem Retter.
00:21:15: Frieden mit Gott.
00:21:17: Im Prinzip sagt Paulus, was ist dein Geld?
00:21:22: im Vergleich zu deinem ewigen Leben.
00:21:24: Warum hältst du an deinem Geld fest, wenn Jesus nicht mal an seinem Leben für dich festhielt?
00:21:31: Wenn er sein Leben für dich gab, warum kannst du da nicht dein Geld für ihn geben?
00:21:41: Aber es bleibt nicht bei unserem Geld stehen.
00:21:44: Wenn Jesus für dich starb, warum können wir nicht für ihn leben?
00:21:50: Viertes Level.
00:21:57: Dein Leben für Gott.
00:22:11: Außerdem ist es gar nicht dein Leben.
00:22:14: Es ist auch nicht dein Geld.
00:22:16: Ich weiß nicht, wie Geld ihr hattet, als ihr geboren wurde.
00:22:19: Ich hatte keins.
00:22:21: Und alles, was ich verdient habe, bekommen habe, geschenkt bekommen habe, kommt letztendlich von Gott, weil von Gott alle guten Gaben kommen.
00:22:31: Das heißt, dein Geld ist eigentlich sein Geld.
00:22:33: Und deswegen ist es auch egal, ob dieser wunderschöne Papierflieger aus einem zwanzig Euro Schein sich in meiner Hand oder in der Hand befindet, von dem, der es als nächstes ihn aufheben wird.
00:22:50: Kannst ihn behalten.
00:22:54: Es ist deswegen egal, weil es vor einer Minute Gottes Geld in meiner Verwaltung war, und jetzt ist es Gottes Geld in eurer Verwaltung.
00:23:07: Das Geld gehört Gott.
00:23:11: Paulus will den Korintern kein schlechtes Gewissen machen, dass sie mehr spenden sollen.
00:23:15: Und das möchte ich auch nicht.
00:23:18: Ich möchte mit euch einen Perspektivwechsel.
00:23:21: Erlang.
00:23:22: Die Frage ist nicht die, die sich der frisch bekehrte Geldbeutel stellt.
00:23:27: Wie viel soll ein Christ spenden?
00:23:30: Sondern die Frage ist, wie kann ich mein Geld möglichst effektiv für Gottes Reich einsetzen?
00:23:40: Wie kann ich mein ganzes Leben für Gott einsetzen?
00:23:49: Wie kann ich mein Geld, meine Zeit, mein ganzes Leben möglichst effektiv für Gottes Reich einsetzen?
00:23:58: Paulus möchte bei den Korintern einen Eifer dafür entfachen, ihr Geld nicht in nicht die Dinge des Diesseits zu stecken, an denen sich ihre Uru-Urenkel nicht erinnern können, geschweige denn die einen Ewigkeitswert haben, sondern er möchte sie ermutigen, alles was sie besitzen, für Gottes Ehre einzusetzen.
00:24:19: Weil Gott auch alles was er besessen hat, dafür einsetzte, unsere Ehre als Kinder Gottes wieder herzustellen.
00:24:28: Und wie gesagt, das endet nicht beim Geld.
00:24:30: Ja, unser ganzer Besitz, unsere ganze Zeit, alles was uns ausmacht, sollen wir für Gottes Ehre einsetzen.
00:24:39: Und wir können auch diese zehn Prozent von unserem Genuss für Gottes Ehre einsetzen.
00:24:45: Wir können auch zu Gottes Ehre genießen.
00:24:49: Das ist unser Auftrag.
00:24:52: Und da habe ich ein persönliches Zeugnis mitgebracht.
00:24:57: Und zwar muss ich mich outen, ich liebe Lebkuchen.
00:25:01: Ich habe Ende August Geburtstag Und das schönste Geburtstagsgeschenk, was mir passieren kann, ist, wenn es Ende August schon Lebkuchen im Supermarkt gibt.
00:25:12: Und ich muss auch gestehen, dass manchmal mein Lebkuchen-Konsum die Schwelle des Genusses übersteigt und eher Richtung Vollerei geht, was sich dann daran zeigt, dass ich Bauchschmerzen bekomme und mir übel wird.
00:25:24: Nichtsdestotrotz habe ich mir angewöhnt, mein Lebkuchen-Genuss zu Gottes Ehre zu tun.
00:25:31: Auf
00:25:31: Arbeit bin ich mittlerweile der, der sich nicht nur alle zwei Tage neue Packungen Lebkuchen kauft, sondern auch alle Lebkuchen, die er hat mit den anderen teilt, damit sie bei mir zumindest ein kleines bisschen Gottes Liebe sehen können.
00:25:46: Und vielleicht kommt irgendwann die Frage, Philipp, warum bist du eigentlich so großzügig?
00:25:50: Warum spendierst du andauend Lebkuchen?
00:25:52: Und dann kann ich antworten, zweite Grunde, acht fürs neun, denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn, Jesus Christus, dass er da reich war, aber eure dünnen Armen wurde damit ihr durch seine Armut reich würdet.
00:26:00: Amen!
00:26:02: Und alle bekehren sich.
00:26:07: Ist leider noch nicht passiert.
00:26:10: Aber Ich möchte mein Reichtum, mein Genuss an Legkuchen mit anderen Teilen, damit Sie zumindest noch ein bisschen Jesu Liebe in mir sehen können.
00:26:24: In paar Fersen vor diesen Fers benutzt Paulus die Macedonia als gutes Beispiel.
00:26:30: Denn anders als die Korinther, die sehr reich waren, waren die Macedonia arm.
00:26:36: Und trotzdem haben sie viel gespendet.
00:26:39: Aber noch mehr als das.
00:26:40: Sie waren, Zitat, überschwänglich vor Freude.
00:26:44: dass sie spenden durften.
00:26:46: Wir können von den Mazedonien lernen, dass es keine lässige Pflicht ist zu spenden, sondern ein Privileg auf diesem Weg Gottes Reich zu bauen.
00:26:58: Wie ich vorher schon gesagt habe, wir gehören zu den reisten Menschen der Welt.
00:27:02: Wir haben finanzielle Möglichkeiten uns ins Gottes Reich einzubringen, worüber sich wahrscheinlich die meisten anderen Christen in dritte Weltländern freuen würden.
00:27:11: Und seht es mal so, es ist
00:27:13: unendlich
00:27:14: einfacher, einmal im Monat aufs Kino zu verzichten und fünfzehn Euro mehr zu spenden als Bibeln nach Nordkorea zu schmuggeln.
00:27:23: Wir haben Möglichkeiten, die andere nicht haben.
00:27:26: Und es ist ein Privileg, dass wir mit so einem geringen Aufwand, ja, mit so wenig persönlicher Gefahr verbunden, dass wir damit Gottes Reich bauen können.
00:27:37: Und vielleicht konnte ich euch ja jetzt so ein bisschen begeistern fürs Spenden.
00:27:41: Vielleicht konnte ich euch dafür begeistern, ja, euer ganzes Leben für Gott einzusetzen.
00:27:47: Und dann kommt aber der Einwand, Gut Philipp, Ich möchte mein ganzes Geld hundert Prozent für Gottes Arreich einsetzen.
00:27:54: Aber wenn ich nicht mehr mich an die zehn Prozent halten muss, woher weiß ich dann, wie ich mein Geld einsetzen soll?
00:28:03: Die Antwort findet sich wieder in diesem Galata III, versevierend zwanzig Vers.
00:28:07: Der geht nämlich noch weiter.
00:28:10: Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hingeworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.
00:28:18: Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister.
00:28:22: Das Gesetz ist so lang unser Zuchtmeister, bis der Glaube kommt.
00:28:27: Wir sind so lange in der geistlichen Schule, bis das richtige geistliche Leben beginnt.
00:28:32: Wir fahren so lange mit Stützrädern, bis wir Fahrrad fahren können.
00:28:38: Aber was macht der Glaube mit uns?
00:28:42: Er gibt uns das ewige Leben, aber er gibt uns auch den heiligen Geist.
00:28:46: Und der Heilige Geist ist die perfekte Adresse, wo wir uns melden können und fragen zu können, was wir mit unserem Geld machen sollen.
00:28:56: Deswegen möchte ich auch nicht, dass ihr eure zwanzig Euro, die ihr jetzt habt, einfach nur spendet.
00:29:01: Ich möchte, dass ihr Gott fragt, Gott, wie kann ich diese zwanzig Euro möglichst effektiv in dein Reich investieren?
00:29:09: Ja, und vielleicht kriegt ihr die Antwort, kauft Leidpuchen und teilt sie mit euren Kollegen.
00:29:15: Und der Ziel ist es nicht, am Gesetz festzuhalten, sondern immer enger mit Jesus zu leben und immer mehr vom Heiligen Geist erfüllt werden, dass wir merken wann und wie und wofür wir unser Geld einsetzen sollen.
00:29:32: Ja und vielleicht kennt ihr dieses Gefühl, wenn irgendjemand ein Projekt vorstellt, vielleicht von bei den Mädels, dass ihr denkt, oh das ist voll gut, da möchte ich mein Geld dafür einsetzen.
00:29:41: Ja?
00:29:43: Es gibt so in der schlechte gewissen Variante, ich sollte auch mal was spenden, und es gibt es in dieser Variante, ja, das ist es.
00:29:49: Und genau dieses Ja, das ist es.
00:29:50: Das ist der heilige Geist, der zu euch redet.
00:29:53: Da möchte ich, dass du mein Geld investierst.
00:29:59: Abgesehen von dieser Perspektive, mein Leben für Gott, gibt uns das neue Testament noch einige weitere der Hinweiselektionen zum Thema Spenden, die ich aus Zeitgründen leider nicht intensiv betrachten kann.
00:30:16: Im ersten Grundabbrief steht, wir sollen regelmäßig spenden.
00:30:18: Wir sollen nicht nur einmal im Jahr irgendwie mittleren Batten Geld spenden, sondern regelmäßig.
00:30:24: Wir lernen im zweiten Grundabbrief, dass wir nicht aus Zwang oder Verdruss spenden sollen, sondern es ein fröhlicher Geber Gott liebt hat.
00:30:35: Das heißt, wir sollen fröhlich spenden.
00:30:37: Und die Frage ist jetzt natürlich, okay, der Heilige Reich sagt mir, hier fünfzehn Euro spenden, aber ich kann es nicht fröhlich tun, soll ich dann Nicht spenden, weil ich nicht fröhlich bin oder soll ich trotzdem spenden, obwohl ich das mit Zwang und Verdrust traue.
00:30:51: Darauf gibt es keine leichte Antwort.
00:30:53: Wenn es euch so geht, würde ich ja mein Leben prüfen, ob ihr vielleicht hapgierig seid, hapgierig, immer alles für sich behalten wollen.
00:31:04: Und hapgier ist nur Sünder.
00:31:05: und wenn ihr merkt und ehrlich zu euch werdet, okay, ich bin hapgierig, ich möchte mein Geld eigentlich am liebsten nur für mich ausgeben, dann tut er rüber Buse.
00:31:13: Und gleichzeitig könnt ihr Gott bitten, dass er euch Freude am Spenden schenkt, dass er euch die gleiche geistliche Perspektive wie den Mazedonien schenkt, dass ihr wirklich Vollfreude euer Geld in Gottes Reich investieren könnt.
00:31:29: Drittens, wir sollen nur das spenden, was wir haben.
00:31:33: Ihr müsst euch also nicht aufgrund dieser Predigt in finanzielle Schwierigkeiten spenden.
00:31:38: Ich weiß auch nicht, ob es Gottes Wille wäre, dass wir unser Gemeinderhaus verkaufen und dann einmal ganz viel Geld spenden können und dann keine Gottesdienste mehr machen können.
00:31:46: Ja?
00:31:47: Vielleicht ist es Gottes Wille, aber solche radikalen Entscheidungen soll man nur treffen, wenn man sich wirklich hundertprozent sicher ist, dass das Gottes Wille ist, nach langer Zeit des Gebetes.
00:32:00: Und vielleicht bist du jetzt prinzipiell motiviert
00:32:03: zu spenden.
00:32:04: Aber du zögerst noch.
00:32:06: Du guckst ja deine Ausgabenbilanz an und deine Spenden sind hier und dein toller Urlaub ist hier und irgendwie passt das nicht zusammen.
00:32:14: Und du siehst den Unterschied, was du vielleicht aufgeben musst.
00:32:21: Und du zügst, weil du weißt, was es dich kosten würde, auf den Heiligen Geist zu hören.
00:32:28: Und da habe ich einen ganz tollen Bibelfest für euch.
00:32:31: Maliachi drei Festzehn.
00:32:35: Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus.
00:32:39: Damit die Nahrung in meinem Haus ist.
00:32:42: Und prüft mich doch darin, spricht der Herr der Herrscherren.
00:32:45: Ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß.
00:32:52: Gott lässt sich nichts schenken.
00:32:55: Wenn ihr noch zögert, Gott gehorsam zu werden, dann testet ihn.
00:33:00: Es steht da, es ist erlaubt, Gott zu testen.
00:33:03: Prüft mich doch, spricht Gott.
00:33:05: Prüft mich doch, Gott möchte, dass ihr ihn testet.
00:33:09: Dass wenn der Heilige Geist euch aufs Herz liegt, zehn Prozent oder fünf Prozent oder fünfzig Prozent zu spenden, Und ihr zögert noch, dann sagt Gott, prüft mich, testet es für drei Monate, für sechs Monate, für ein ganzes Jahr und schaut dann zurück, ob es euch nach diesem Jahr, nach den drei Monaten, nicht besser geht als vorher.
00:33:29: Und auch im neuen Testament lesen wir, dass alles, was wir für Gott aufgeben, wir hundertfach erstattet bekommen, dabei ist zu bemerken, dass Gott kein Automat ist.
00:33:40: Wir werfen nicht zehn Euro Spenden rein und kriegen tausend Euro Gehaltserhöhung zurück oder so.
00:33:47: Aber wir kriegen es hundertfach erstattet, sei es in materieller Form, dass wir wirklich eine Gehaltserhöhung bekommen oder neuen Job oder so, sei es in immaterieller Form, dass wir den Segen sehen, den unser Geld auslöst, sei es in ewiger Perspektive, dass wir in ihrem Himmel sehen sind, dass wir sehen, wer indirekt durch unser Spenden zum Glauben gefunden hat.
00:34:14: Gott lässt sich nichts schenken.
00:34:17: und er ermutigt euch, testet ihn.
00:34:22: Wisst ihr noch, warum ich damals im Schülergebetskreis diese Anacht gehalten habe?
00:34:28: Wisst ihr natürlich nicht, weil ich euch die Geschichte nicht erzählt habe.
00:34:31: Also, in mitten von Stiftzitter, Geboten und Opfergesetzen, gibt es diesen Einfers, der mich damals als Vier-Äh, Vierzehnjährigen begeistert hat.
00:34:40: Diesen Einfers, der mich immer noch begeistert, immer, wenn ich ihn lese.
00:34:46: Zweiter Mose, Sechs und Dreißig für Sieben.
00:34:49: Und alle Spenden reichten ihnen aus, um die Arbeit zu tun, sodass noch etwas übrig blieb.
00:34:56: Mose liest dem Volks sogar sagen, sie sollen aufhören zu spenden, weil sie genug hatten.
00:35:02: Versteht ihr, was da steht?
00:35:05: Könnt ihr euch das vorstellen?
00:35:07: Das ist so, wie wenn Brot für die Welt morgen sagt, Leute hört aufzuspenden, es gibt kein Hunger mehr auf der Welt.
00:35:13: Ja, wenn IOTM sagt, Leute hört aufzuspenden, Es gibt keine Sklaven mehr auf der Welt.
00:35:18: Wenn Hannah sagt, Leute, hört auf zu spenden, wir haben Geld für die nächsten hundert Jahre solo Afrika.
00:35:22: Wenn unsere Gemeinde sagt, wir brauchen keine Spenden mehr, weil es auf unserem neuen Grundstück nicht nur ein Jugend- und Kreativzentrum, inklusive Sporthalle, steht, sondern wir genügend Geld haben, um für die nächsten zehn Jahre, zehn hauptamtliche Mitarbeiter zu bestellen.
00:35:37: Und das ist nicht nur so eine komische Vision von mir als Prediger.
00:35:42: Das ist nicht nur so eine Verheißung, die erst im Himmel war wird.
00:35:45: Das war Realität.
00:35:48: Das kann passieren, wenn Gott ein ganzes Volk begeistert.
00:35:52: Wenn der Heilige Geist ein ganzes Volk in Brand setzt, für ihn alles zu geben, was sie haben.
00:36:01: Und natürlich sind wir kein ganzes Volk.
00:36:05: Wir sind zweihundert Leute.
00:36:08: Und wenn wir alles verkaufen würden und alles spenden würden, gäb es trotzdem noch Hunger.
00:36:13: Aber wir können bei uns ganz persönlich anfangen.
00:36:15: Wir können uns bewusst machen, dass unser Leben nur eine Bedeutung hat.
00:36:20: Wenn wir es für Gott leben.
00:36:24: Wenn wir mit allem für Gott leben, mit unserem Geld, mit unserem Genuss, mit unserer Zeit, mein Leben für Gott.
00:36:35: Wenn wir zur Ehre Gottes genießen, wenn wir zur Ehre Gottes spenden.
00:36:38: Und wenn wir darauf vertrauen, dass solange wir das
00:36:42: tun,
00:36:44: solange wir nach seinem Reich trachten, er uns auch versorgt, dann können wir sorgenlos abgeben.
00:36:51: Weil wir wissen, dass Gott nicht lügen kann und seine Verheißungen hält.
00:36:58: Und wenn wir sehen, dass sein Reich gebaut wird durch das, was wir investieren und dass Gott die Pfoten des Himmels öffnet und seinen Segen auf uns herabkießt.
00:37:09: Und deswegen möchte ich euch ermutigen.
00:37:11: Versucht es.
00:37:13: Traut euch, Gott zu testen, ob er seine Verheißungen erfüllt.
00:37:18: Amen.
00:37:21: Ich möchte ganz kurz... Einfach um euch zu ermutigen war wirklich nicht geplant, aber ich spür das so stark.
00:37:29: Vielleicht braucht jemand das, vielleicht auch gerade die jungen Menschen.
00:37:34: Ich war vielleicht vier, als ich mein erstes Gemüsegärtchen hatte und ich hatte meinen Eltern schon beobachtet und wusste das Beste gehört Gott, als dann die erste riesengroße wunderschöne Tomatereif war.
00:37:49: wusste ich, sie gehört Gott und war total gespannt, wie ich sie Gott geben würde.
00:37:54: Und tatsächlich, als sie voll reif war, kam ein indianischer Bettler auf unseren Hof und der heilige Geist sagte, gib sie ihm.
00:38:04: Indiana mögen ja nicht mal Tomaten und Gemüse, wie
00:38:07: so.
00:38:08: Und er ging wieder.
00:38:11: Mein Vater versorgte ihn, er ging.
00:38:13: Und ich fühlte so traurig in meinem Herzen.
00:38:16: Der heilige Geist hat zu mir gesprochen und ich habe Nein gesagt.
00:38:20: Und ich lief in meinem Gärtchen, holte die Tomate und lief in meinem Hinterher die Straße entlang und schenkte sie ihm.
00:38:28: Ich weiß bis heute nicht, ob er sie gegessen hat oder nicht, aber ich war gehorsamt der Stimme des heiligen Geistes.
00:38:37: Ich wusste bald danach auch, dass Gott mich in die Nationen rufen würde schon als kleines Mädchen.
00:38:44: Ich wusste auch später, als ich dann lernte wirklich mit Gott zu gehen, nicht nur als religiöses, melanitisches Mädchen, sondern Gott anfing wirklich zu erfahren und zu sehen, dass er lebendig ist.
00:38:57: Und das passte nicht so sehr in dieses melanitische traditionelle System hinein.
00:39:04: dann wusste ich irgendwann auch, wow, Gott hat mich berufen, aber die Gemeinde wird mich nicht unbedingt aussenden, weil ich ein bisschen nicht reinpass, ich bin ein bisschen zu begeistert.
00:39:16: Und ich dachte, wow Gott, jetzt muss ich mich also selber versorgen und legte früh mit meinem ersten Lohn und jeden Monat gründlich Geld auf ein extra Konto, Weil ich, ja, für die Mission schon mal vorlegen würde.
00:39:32: Eines Tages fragte Gott mich kurz, bevor ich dann tatsächlich in die Mission ging.
00:39:37: Okay, Hedy, wen vertraust du jetzt?
00:39:40: Vertraust du deinem Konto oder mich?
00:39:43: Ich sag, ich natürlich vertraue ich dir, aber das Konto wird ja dir helfen, um mich zu versorgen.
00:39:51: Und er bat mich.
00:39:55: ganz klar darüber nachzudenken wen ich vertraue und ich sagte okay Gott ich traue es dir zu dass du mich versorgst.
00:40:03: ich hasse es von Ort zu Ort zu wandern und Geld zu sammeln wie ich mir das so vorstellte.
00:40:10: als Missionar würde ich das tun müssen.
00:40:13: ich sagte okay Gott wenn du für mich sorgst werde ich nicht drum betteln und du wirst für mich sorgen.
00:40:18: okay und wir schlaßen einen Bund und Zwanzig Jahre bin ich tatsächlich ohne
00:40:26: Lohn,
00:40:28: viele Länder durchreist und Gott hat viel Wunderschönes gemacht und ich habe nie Battle müssen und er hat immer für mich gesorgt.
00:40:40: Gott sei Dank für die Menschen, die auf seine Stimme hörten und später für diese, meine Situation oder für die missionarischen Dienste spendete.
00:40:51: Aber ich habe auch sehr einfach gelebt und war total glücklich damit.
00:40:55: Ich habe immer mit vielen Menschen zusammengelebt.
00:40:59: Ich hatte fast nie ein eigenes Zimmerchen, auch nur ein eigenes Bett.
00:41:04: Und schließlich irgendwann, nachdem ich so etwa über dreißig war, wie jede junge Frau denkt, Gott, aber meine eigenen Gardinchen, das wäre doch eigentlich schön.
00:41:16: Irgendwann mal.
00:41:20: Aber okay, Gott, ich gehe.
00:41:22: Ich gehe auch ohne Gardinchen.
00:41:24: Und als ich dann als Witwe mit einem Baby eine Ruhepause brauchte, gab es Christen in Bermuda, der Insel meines ersten Mannes, der ermordet wurde in Afrika.
00:41:39: Gab es da Christen, die sammelten Geld und die sagten, Harry, das Geld ist für kein Missionsprojekt, es ist für dein Haus.
00:41:49: Und so bekam ich meine Gardinchen, wofür ich nie einen Lohn hatte, nie.
00:41:57: Und ich weiß nicht, was Gott mit dir und deinen Löhnen oder mit deinem Leben tun will.
00:42:03: Und wenn er dir sagt, geh, dann wisse, dass Gott auch heute genauso treu ist.
00:42:09: Er hat treu für einen Paraguayer gesorgt, wo, da müsst ihr wissen, etwa sechstausend Guarani gibt ein Euro.
00:42:18: Also es ist wahnsinnig wenig wert, das Paraguayische Geld.
00:42:23: Es hat Gott nichts ausgemacht.
00:42:24: Ich habe in über dreißig Ländern das Evangelium verkündet.
00:42:28: Und jetzt darf ich hier in einem wunderschönen Haus
00:42:31: am See
00:42:32: wohnen, wieder wie Gott, unglaublich toll für seine geliebten Sorge.
00:42:38: Vertrau ihm.
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