Warum "soll" man beim Lobpreis aufstehen?

Shownotes

Predigt in der EFG Oberkrämer

In dieser Predigt geht es um die zentrale Bedeutung des Lobpreises als unsere eigentliche Existenzberechtigung und den wichtigsten Dienst im Reich Gottes . Da Körper, Seele und Geist eine untrennbare Einheit bilden, hat unsere physische Haltung – ob wir stehen, knien oder die Hände heben – eine direkte Auswirkung auf unsere innere Ausrichtung zu Gott . Die Predigt ermutigt dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen und den Körper als Hilfsmittel zu nutzen, um Unlust oder Müdigkeit zu überwinden und eine bewusste Willensentscheidung für die Anbetung zu treffen . Orientiert an biblischen Vorbildern erfahren wir, wie eine ehrliche Körperhaltung uns hilft, in Einklang mit der gesamten Schöpfung in die Gegenwart des allmächtigen Gottes zu treten .

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00:00:00: Guten Morgen.

00:00:02: Jens hat schon gesagt, ich werde heute über Lobpreis predigen.

00:00:05: Und zwar genauer über Lobpreis und Anbetungsformen.

00:00:11: Dazu ein kleines Vorwort, weil vielleicht einige in der Gemeinde sind, die das Ganze anders sehen als ich.

00:00:18: Erstens.

00:00:19: Es gibt kein Gebot in der Bibel, das uns Anbetungsformen vorschreibt.

00:00:24: Deswegen ist nichts davon, was ich heute sage, zumindest nicht der Kern, eine göttliche Weisung.

00:00:30: sondern vielmehr eine Ermutigung, die zwar auch auf der Bibel basiert, aber eben auch viel auf persönliche Erfahrung beruht.

00:00:38: Zweitens.

00:00:39: An Betungsformen ist ungefähr das zweitausend wichtigste Thema der Bibel.

00:00:43: Also nicht sehr wichtig.

00:00:45: Wenn ihr also anderer Meinung seid, als ich, kann ich damit prima leben.

00:00:50: Drittens.

00:00:51: Streit über unwichtige Dinge und theologische Kleidigkeiten ist Sünde.

00:00:56: Deswegen möchte ich und werde ich mich auch nicht über dieses Thema streiten.

00:01:00: Falls ihr anderer Meinung seid, als ich, können wir gerne darüber diskutieren und reden, aber ich werde mich nicht darüber streiten, weil das Ziel einer jeden Predigt ist, die Liebe in der Gemeinde zu mehren.

00:01:13: Und ich wäre, glaube ich, sehr traurig darüber, wenn diese Predigt anlass wird, dass irgendjemand schlecht über irgendjemand anderen denkt.

00:01:21: Ich möchte heute viel mehr Gläubige dazu ermutigen, ihre Komfortzone zu verlassen und sich bewusst auf Anbetung einlassen.

00:01:28: So, vorwärts beendet.

00:01:29: Jetzt kommt die Einleitung.

00:01:33: Ich werde heute stückweit die letzten beiden Predigtreihen, die wir hatten, reflektieren.

00:01:38: Und wer weiß denn noch, worum ging es in der allerersten Predigtreihe, die wir dieses Jahr hatten?

00:01:42: Einmal laut einfach reinrufen.

00:01:46: Nee, das war die letzte und die erste im Frühjahr.

00:01:51: Jakobus war, glaube ich, im Jahr zwei Tausend siebzehnt daran.

00:01:56: Umgaben richtig, um den Fünffältigen Dienst.

00:01:58: Danke, Max.

00:01:58: Einmal aufgepasst.

00:02:02: Genau.

00:02:03: Und da gab es ja diesen Fünffältigen Dienst, der besteht aus dem Apostel.

00:02:07: dem Prediger, dem Propheten, dem Evangelisten und dem Hürten.

00:02:11: Und ich mache mal kurz eine Meinungsunfrage.

00:02:13: Wer ist der Meinung, dass der Apostel die wichtigste Rolle in der Gemeinde hat?

00:02:19: Einfach melden.

00:02:21: Wer ist für den Lehrer?

00:02:25: Wer ist für den Propheten, Hürte, Evangelisten?

00:02:30: Wer sagt, alles ist am wichtigsten?

00:02:32: Ja, jetzt melden sich ein paar mehr.

00:02:33: Wer sagt, alle bis auf der Prophet ist am wichtigsten?

00:02:39: Wer sagt, keiner davon ist am wichtigsten?

00:02:45: Paar Leute zögern, ich bin auch der Meinung, keiner davon ist am wichtigsten, weil meiner Meinung nach Lobpreis am wichtigsten ist.

00:02:54: Denn alle Dienste in der Gemeinde dienen, dass Lobpreis gemerkt wird.

00:03:00: Der Evangelist geht in die Welt hinaus und verkündet das Evangelium.

00:03:03: Warum?

00:03:04: Damit mehr Menschen Gott anbeten.

00:03:07: Der Prediger, so wie ich, steht hier vorne und erzählt euch, wie Gott ist.

00:03:11: Warum?

00:03:11: damit ihr Gott besser anbeten könnt, weil ihr Gott mehr verstanden habt.

00:03:15: Der Hürte betreut in der Seelsorge die einzelnen Gemeinnemitglieder.

00:03:19: Warum?

00:03:20: Damit diese besser und tiefer Gott anbeten können, weil sie innerlich heil werden.

00:03:27: Aber warum bin ich der Meinung, dass Lobpreis am wichtigsten ist?

00:03:32: Da gibt es drei Gründe.

00:03:34: Erstens, weil wir zum Lobpreis geschaffen worden sind.

00:03:39: Wir lesen in Jesaja, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.

00:03:48: Und konkreter an Epheser eins, vers zwölf, damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien.

00:03:54: Gott hat uns also geschaffen, damit wir seine Herrlichkeit preisen, dass wir ihn für den, der er ist, anbeten.

00:04:05: Zweiter Grund, weil die ganze Beschöpfung Gott anbetet.

00:04:11: Offenbarung vier, gibt uns ein Einblick in den Thronsaal Gottes und berichtet über die Engel.

00:04:19: Und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen, heilig, heilig, heilig, Herr Gott Allmächtiger, der wahr und der da ist und der da kommt.

00:04:29: Der ganze Himmel, alle Engel beten Gott an.

00:04:32: Und in Lukas erzählt uns Jesus, dass wenn wir Menschen Gott nicht anbeten, dass die Steine Gott anbeten werden.

00:04:39: Die ganze Schöpfung ist also auf den Lobpreis Gottes ausgelegt.

00:04:44: Und drittens, Lobpreis hört nie auf, wieder aus der Offenbarung, auf den Barungen sieben, vers neun bis zwölf.

00:04:53: Nach diesem sah ich und siehe eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen.

00:05:10: Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen, dass Heil unserem Gott der auf dem Thron sitzt und dem Lamm.

00:05:16: und alle Engels standen rings um den Thron und alle Engels standen rings um den Thron und die ältesten und die viele bändigen Wesen.

00:05:26: und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an und sagten Amen den Lobpreis und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Dankssagung und die Ehre und die Macht und die Stärke unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

00:05:40: Amen.

00:05:41: Vom Anbeginn der Schöpfung Bis in alle Ewigkeit wird Gott anbetet von seiner ganzen Schöpfung, von seinen Engeln und irgendwann, wenn wir tot sind, werden wir auch nichts weiter machen als Gott anzubeten.

00:05:55: Low Price ist unser Lebenszweck.

00:05:57: Und alle anderen Gaben und Dienste werden irgendwann aufhören.

00:06:01: Im Himmel ergibt es keinen Sinn mehr, dass es ein Evangelisten gibt.

00:06:05: Im Himmel ergibt es auch keinen Sinn mehr, dass ein Prophet Gottes Willen verkündigt, weil wir Gott einfach direkt fragen können.

00:06:11: Im Himmel hat auch der Prediger kein Zweck mehr, weil er uns nicht mehr erklären muss, wie Gott ist, weil wir Gott sehen können.

00:06:18: Alles hört auf, bis auf der Lobpreis.

00:06:23: Und ich glaube, wir wissen gar nicht, was das für ein riesiges Privileg ist, Gott anbeten zu dürfen.

00:06:31: Dass wir einerseits unseren Lebenszweck daran erfüllen können, andererseits, dass wenn wir gegenwahrt eines allmächtigen und ehrfeuchtsgebieten einen heiligen Gottes treten können, ohne irgendwie zu verbrennen.

00:06:43: Ja, wir dürfen in seine Gegenwart treten und ihn anbeten.

00:06:48: Und ich glaube, das ist ein riesiges Privileg.

00:06:52: Wie sieht also Anbetung aus?

00:06:55: Im alten Testament und auch im neuen Testament steht mehrfach, dass Gott lieber beim Herzlichkeit will als Schlachtopfer.

00:07:04: Und ich glaube, dass wenn wir hier im Gottesdienst Lobpreis machen und selbst wenn wir hier vorne stehen und ja, Gitarre spielen oder singen oder so und unsere Zwischenmenschlichen Beziehungen sind nicht von Liebe und Vergebung und Versöhnung geprägt, dann ist unser Lobpreis nichts wert.

00:07:23: Gott braucht unseren Lobpreis nicht.

00:07:27: Und wenn wir ihn anbeten, aber wir haben Streit in unserem Leben, dann ist unser Lobpreis nichts wert.

00:07:33: Und ich glaube, das ist das Wichtigste, dass wir das verstehen, dass um Gott, dass damit wir Gott richtig anbeten können, wir erst einmal Frieden schaffen müssen in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen.

00:07:48: Zweitens.

00:07:50: Low-Preis ist nicht nur Low-Preis.

00:07:52: Ja, wir sind geschaffen, damit wir Gott anbeten, aber es ist klar, dass wir nicht hundert Prozent unserer Zeit mit Low-Preisliedern verbringen sollen oder können.

00:08:01: Wir haben auch einen anderen Auftrag.

00:08:03: Nichtsdestotrotz gehört Low-Preislieder singen und der klassische Low-Preis dazu.

00:08:11: Und deswegen möchte ich heute auch über diesen klassischen Low-Preis predigen.

00:08:16: Und ich dachte mir, dass so ein, ja, so ein Abendmahl-Sondag mit einer etwas kürzeren Predigt außerhalb von einer Predigtreihe vielleicht ganz gut ist, um mal ein Thema zu bringen, was vielleicht sonst irgendwie nie so richtig irgendwo reinpasst.

00:08:31: Und deswegen werde ich heute über etwas ganz spezifisches Predigen, und zwar über Anbetungsformeln.

00:08:38: Und in unserer letzten Predigtreihe haben wir ja gelernt, dass nur Jesus zählt und dass jedes Jesus plus abzulehnen sei und dass jeder Mensch der kommt und sagt als Christ muss man das machen und ihr sollt jedes tun, dass der auch abzulehnen sei.

00:08:54: Nun heute bin ich so ein bisschen in dieser Rolle, aber ich hoffe ihr versteht trotzdem worauf ich hinaus will.

00:09:05: Ich möchte euch heute nämlich ein Gebot bringen, was nicht so direkt in der Bibel steht, was nicht wichtig ist, und nicht wirklich ein richtiges Gebot ist.

00:09:14: Warum predige ich darüber?

00:09:17: Weil ich glaube, dass es unser geistliches Leben bereichert und uns in einen viel tieferen Lobpreis führt.

00:09:24: Also, um die Spannung aufzulegen, lösen, worum geht es heute, der Titel meiner Predigt ist ungefähr so.

00:09:32: Warum es sich positiv auf unsere Anbetung auswirkt, wenn wir beim Lobpreis stehen und die Hände heben.

00:09:38: Klammer auf, Dazu zählen noch weitere Anbetungshaltungen, wie sich hinknien oder sich vor Gott niederwerfen oder tanzen oder weiteres Klammer zu.

00:09:49: Also dann, wenn ich sage aufstehen, meine ich diese ganze Palette an Formen der Anbetungshaltung, wie Menschen in der Bibel mit ihrem Körper Gott angebetet haben.

00:09:59: Also, fünf Gründe, warum wir beim Lupreis stehen sollten, Klammer auf oder Knien, Punkt, Punkt, Punkt.

00:10:04: Erstens, ich glaube, jetzt wollte ich eigentlich eine Stuhl mitnehmen nach vorne, habe ich vergessen, Ich glaube, dass niemand im Himmel Gott so hier anbeten wird.

00:10:18: Und ich glaube auch nicht, dass wenn Jesus jetzt hier leibhaftig in diesem Raum wäre, irgendjemand so hier im Preis singen würde.

00:10:28: Und deswegen möchte ich uns ermutigen, ja, weil Jesus ist hier in diesem Raum.

00:10:34: Ich möchte uns ermutigen, uns das vorzustellen und entsprechend zu handeln.

00:10:40: Also erstens Im Himmel sitzt niemand.

00:11:07: Ich kann schöner reden als schreiben, deswegen kommt der Großteil meiner Predigt von hier vorne, aber paar Punkte wollte ich doch zusammenfassen.

00:11:15: Zweites Argument.

00:11:16: Da möchte ich einen Text aus dem ersten Grund der Sechs vorlesen, der nichts direkt mit dem Thema zu tun hat.

00:11:23: Aber ich werde gleich eine Verknüpfung schaffen.

00:11:25: Also, erster Grund der Sechs fährt sechzehn.

00:11:29: Oder wisst ihr nicht, dass, wer der Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist, Denn es werden heißt es, die zwei ein Fleisch sein.

00:11:37: Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.

00:11:43: Viele von euch kennen wahrscheinlich die Stelle.

00:11:45: Diese Stelle erklärt uns, warum wir keine Unzucht treiben sollen, weil, wenn wir mit einer Huru schlafen, werden wir ein Leib mit ihm, aber eigentlich ist unser Leib ein Tempel des Heiligen Geistes und weil unser Geist ein Geist mit dem Heiligen Geist ist, stört.

00:12:04: dass ein Fleisch werden mit der Hure, die Beziehung zwischen uns und dem Heiligen Geist.

00:12:09: Was hat also der Fährst mit Hände heben zu tun?

00:12:11: Wir sehen, dass das, was wir mit unserem Körper machen, im Fall von Unzut, Auswirkungen hat auf unsere Einheit mit dem Geist.

00:12:20: Und wenn wir unszüchtig sind, prägen wir unseren Beziehung zum Heiligen Geist negativ.

00:12:27: Aber genauso gut können wir, wenn wir eine Anbetungshaltung einnehmen, unsere Einheit mit dem Geist positiv prägen.

00:12:37: Und deswegen, glaube ich, ist es auch wichtig, dass wir unseren Geist positiv beeinflussen, um in eine noch tiefere Anbetung zu kommen.

00:12:48: Aber warum ist es gut, wenn wir mit unserem Körper unseren Geist ermutigen, Gott tiefer anzubegen?

00:12:56: Weil unser Inneres einfach so oft keinen Bock hat.

00:13:01: Mir geht es zumindest so, ihr sitzt im Gottesdienst, Und dann höre ich die Predigt und dann kommt der Lobpreis und sie sitzt da noch irgendwie und singt nur so ein bisschen mit.

00:13:10: Aber ich möchte mein Verhalten nicht von meinen Befindlichkeiten prägen lassen.

00:13:15: Ich möchte nicht das machen, worauf ich Lust habe, sondern ich möchte Gott anbeten, weil er anbetungswürdig ist.

00:13:22: Und indem ich aufstehe, ermutige ich mit meinem Körper meinen Geist, Gott anzubeten.

00:13:32: Ja, und vielleicht ist er müde und vielleicht ist mein Geist lustlos, aber indem ich aufstehe, treffe ich eine bewusste Entscheidung für die Anbetung.

00:13:39: Und ich glaube, dass es auch David so ging, als er von Saul verfolgt wurde und folgenden Psalm schrieb.

00:13:46: Denn deine Gnade ist besser als Leben.

00:13:48: Meine Lippen werden dich rühmen.

00:13:50: So werde ich dich preisen während meines Lebens.

00:13:54: Meine Hände in deinem Namen aufheben.

00:13:56: Ich kann mir vorstellen, dass das Hände heben für David in dieser Situation eine Möglichkeit war, all die Verfolgung und all das Leid, was er erfährt zu vergessen und sich ganz auf Jesus auszurichten.

00:14:10: Also, zweiter Grund, unser Körper hat Einfluss auf unseren Geist.

00:14:33: Dritter Grund, der hängt ein bisschen damit zusammen.

00:14:36: Wenn wir uns zum Low Price hinstellen, dann ist es eine bewusste Entscheidung.

00:14:40: Dann beginnen wir unsere Anbetung mit einer bewussten Entscheidung.

00:14:45: Und wie gesagt, ich kenne das von mir sehr gut, dass ich einfach nur da sitze und, weil ich das Lied tausendmal gesungen habe, den Text mitsinge und meine Gedanken schweifen ab.

00:14:54: Aber wenn wir uns hinstellen und den Notpreis mit einer bewussten Entscheidung beginnen, dann hilft uns das, auch Gott bewusst anzubeten.

00:15:16: Drittes Argument, bewusste Anbetung.

00:15:28: Vierter Grund.

00:15:29: In Johannes Vier fest, dreiundzwanzig steht, dass Gott Menschen sucht, die die die ihnen Geist und Wahrheit anbeten.

00:15:37: Ich glaube, dieser Vers bezieht sich auf unser Inneres.

00:15:40: Also Gott sucht Menschen, die ihn wahrhaftig und ernsthaft anbeten.

00:15:45: Im Gegensatz zu den Pharisäern, die eine Fromme Show abgezogen haben.

00:15:49: Und deswegen würde ich auch nie auf den Gedanken kommen, irgend wem seine ernsthafte Anbetung abzusprechen, wenn er nicht aufsteht oder sich nicht hinkniet.

00:15:59: Das ist mir wichtig, ja?

00:16:00: Also wenn ihr sitzt beim Lobpreis, dann glaube ich nicht, dass ihr es nicht ernst meint.

00:16:05: Gott geht es um unser Inneres.

00:16:07: Aber ich glaube, dass unser Körper mit unserer Seele und unserem Geist eine Einheit bildet.

00:16:14: Und im Idealfall stimmen alle überein.

00:16:18: Und wenn ich zu Jens sage, Jens, ich fand deine Moderation heute richtig, richtig gut, mit erhobenen Zeigefinger oder vielleicht noch einem anderen Finger, dann Dann stimmt mein Körper, meine Körpersprache, stimmt nicht mit dem überein, was ich sage.

00:16:32: und ihr merkt, das passt nicht, das war richtig gut.

00:16:35: Aber wenn ich meinen Daumen zeige, Jens, das hast du richtig gut gemacht, dann stimmt mein Körper überein mit dem, was ich sage.

00:16:44: Und ich glaube, deswegen möchte ich euch auch ermutigen, dass ihr mit eurem Körper ja die Wahrheit redet, dass ihr mit eurem Körper eine Anbetungshaltung einnehmt, die dem entspricht, was ihr im Lobpreis singt und die eurer inneren Anbetung entspricht und die euch auch in eurer inneren Anbetung unterstützt.

00:17:10: Und diese Einheit aus Körper, Seele und Geist beschreibt auch Jeremier in Klagelieder drei Fests einundvierzig.

00:17:18: Lasst unser Herz samt den Händen erheben zu Gott im Himmel.

00:17:28: Also Viertens, Einheit, Körper und Geist.

00:17:47: Fünftens, Anbetungs Haltung einnehmen, ist der Standard in der Bibel.

00:17:55: David tanzt, als er in Jerusalem einzieht.

00:18:03: Jeremia und David erheben die Hände.

00:18:05: Johannes fällt vor Gott nieder, als er sieht.

00:18:09: Viele knien sich hin und erheben die Hände.

00:18:12: In der Bibel nehmen die Menschen alle möglichen Formen von Anbetungshaltungen ein.

00:18:17: Mir ist keine Stelle eingefallen, wo Menschen sitzen.

00:18:20: Falls ihr eine kennt, könnt ihr gerne auf mich zukommen.

00:18:23: dann würde ich diese Aussage revidieren.

00:18:29: Wir sehen also, es gibt viele gute Gründe, mit seinem Körper eine Anbetungshaltung einzunehmen beim Lobpreis.

00:18:37: Ich habe auch drei schlechte Gründe rausgesucht, warum wir beim Lobpreis keine Anbetungshaltung einnehmen sollten.

00:18:43: Erstens, ich habe keine Lust aufzustehen, ich fühle mich gerade nicht danach und so weiter.

00:18:49: Wie gesagt, unsere Anbetung soll nicht von unserer Lust und von unserem Befindlichkeit, unseren Gefühlen abhängig sein.

00:18:56: Hier, preist Gott in mitten seines größten Leides, sagt er, der Name des Herrn sei gepriest.

00:19:02: Und wisst ihr, warum wir unabhängig von unserer Lust Gott anbeten sollen?

00:19:07: Weil Jesus unabhängig von seiner Lust für uns ans Kreuz gegangen ist.

00:19:13: Und ein Vorbild für uns können die Söhne Asaf-Semans und Yedutun sein.

00:19:19: Noch nie von ihnen gehört?

00:19:20: Ich bis zur Predigtvorbereitung auch nicht.

00:19:23: Aber Die Söhne, Asafs, Jedotuns und Hemans waren insgesamt zwarhundertachtundachtzig.

00:19:29: Und sie waren professionelle Lobpreiser und Anbeter.

00:19:33: David hat sie eingesetzt, dass sie tagaus, tagein, jeden Tag, wahrscheinlich abwechselnd, Gott anbeten.

00:19:42: Und genauso wie wir manchmal am Montagmorgen keine Lust haben aufzustecken und zur Arbeit zu fahren, ging es den Söhnen, Asafs, Hemans und Jedotuns bestimmt auch manchmal Sonntagmorgen so, dass sie keine Lust hatten, zur Arbeit zu gehen, um Gott anzubeten.

00:19:54: Aber Sie haben es trotzdem gemacht.

00:19:56: Und da kann uns diese two hundred eighty Männer ein Vorbild sein, dass wir Gott auch dann anbeten, wann wir keine Lust haben.

00:20:03: Und ihn mit unserem ganzen Körper und mit seiner ganzen Seele und seinem ganzen Geist anbeten.

00:20:09: Zweites Argument, ich bin zum Müde, um aufzustehen.

00:20:13: Mir ist es schon mal passiert, dass ich beim Lobpreis eingeschlafen bin.

00:20:18: Wenn man aufsteht, schläft man nicht ein.

00:20:20: Also wenn ihr müde seid, dann steht auf und ihr werdet wach genug, um Gott anbeten zu können.

00:20:26: Drittes Gegenargument.

00:20:27: Ich komme aus einer gemeinen Tradition, in der man halt sitzen bleibt.

00:20:31: Ich habe das Gefühl, dass größtenteils unserer Gemeinde Hintergrund darüber bestimmt, ob wir beim Lobpreis aufstehen oder tanzen oder sitzen bleiben usw.

00:20:40: Meine Eltern zum Beispiel, als sie zum Glauben gekommen sind, haben gelernt, wenn man beim Lobpreis seine Hand hebt, darf man auf gar keinen Fall machen, warum nicht, weil das ein Blitzabbleiter für den Teufel ist.

00:20:52: Das haben Sie gelernt.

00:20:53: Das war Ihr gemeinhintergrund, in dem Sie zum Glauben gekommen sind.

00:20:57: Allerdings sind wir ja eine Brüdergemeinte.

00:21:00: Und Brüdergemeinten haben es an sich, dass sie nicht auf Traditionen, sondern auf die Bibel bauen.

00:21:07: Und ich glaube, dass die Bibel geschlossen darüber Zeugnis gibt, dass man beim Blohpreis mit seinem Körper eine Anbetungshaltung einnehmen soll.

00:21:17: Einige Abschlussgedanken, bevor ich meine Predigt zusammenfasse.

00:21:23: Unsere Anbetungsform ist eigentlich egal.

00:21:28: Und irgendwie ist es auf einer globalen, universumsübergreifenden Perspektive, auch egal, ob ich Gott anbete oder nicht.

00:21:37: Warum?

00:21:39: Weil die ganze Schöpfung Gott anbetet.

00:21:42: Lest mal Psalm hundred forty-eight.

00:21:45: Da steht das Sterne.

00:21:46: Gott anbeten, dass sich Berge vor ihm niederbeugen, dass alle Tiere und alle Meeresungeheuer Gott anbeten, alle Engel beten Gott an.

00:21:55: Und irgendwo in Vers.

00:21:57: siebzehn am Ende des Psalmes kommt dann auch, dass der Mensch ihn anbeten soll.

00:22:01: Also Gott ist nicht abhängig von unserer Anbetung, weil er Billionen von Sterne hat, die ihn anbeten.

00:22:09: Warum sollen wir dann überhaupt Gott anbeten?

00:22:13: wenn er schon ein Herr von Anbetern hat, die in vierundzwanzig Stunden am Tag, dreihundertfünfundsechzig Tage mehr und den Schaltjahren sogar dreihundertsechzig Jahre, dreihundertsechzig Tage anbieten.

00:22:24: Wir beten Gott an, weil Anbetung für uns wichtig ist.

00:22:28: Natürlich freut sich Gott darüber, wenn wir ihn preisen.

00:22:32: Aber ich glaube, dass Gott uns den Auftrag der Anbetung gegeben hat, damit er immer wieder in unseren Mittelpunkt rückt, weil wir Menschen sind.

00:22:40: Und als Mensch haben wir die Angewohnheit, uns immer irgendwie anzufangen, um uns selbst zu drehen.

00:22:47: Und wenn wir aber Lobpreis machen und Gott anbeten, dann rückt unsere Perspektive von unseren menschlichen kleinen Problemen auf den Gott der Himmel und Erde geschaffen hat.

00:22:57: Und deswegen ist es nicht so wichtig, ob ihr beim Lobpreis aufsteht oder sitzen bleibt.

00:23:05: Aber es kann euch vielleicht helfen, in eine tiefere Anbetung einzutreten, wenn wir mit eurem Körper eine Anbetungshaltung einnehmend.

00:23:16: Und ich kenne das oft von mir, wenn ich irgendwie einen schlechten Tag habe und irgendwie so Trübsalblase oder irgendwie schlecht drauf bin und da habe ich irgendwann keine Lust mehr schlecht drauf zu sein und dann setze ich mich ins Klavier und mache eine halbe Stunde Lobpreis.

00:23:30: Und das richtet meine Perspektive von all dem, was mich irgendwie schlecht gelaunt halten lässt auf einen mächtigen und wunderschönen und herrlichen Gott.

00:23:40: Und nach dem Lobpreis bin ich besser drauf.

00:23:42: Deswegen ist klar, Gott freut sich über unseren Lobpreis.

00:23:45: Aber Lobpreis ist primär für uns, damit wir Gott anbeten und damit wir merken, worauf es ankommt.

00:23:54: Gott ist nicht abhängig von unserem Lobpreis.

00:23:58: Zusammengefasst, unsere Existenzberechtigung ist Lobpreis.

00:24:04: Der Hauptauftrag in unserem Leben ist Lobpreis.

00:24:08: Wir werden in der Ewigkeit zusammen mit der ganzen Schöpfung Gott anbeten.

00:24:13: Und auch wenn Anbetung mehr ist als Liedersingen, gehört Liedersingen dazu.

00:24:17: Zweitens.

00:24:18: Ich bin der Meinung, dass wenn wir mit unserem Körper eine Anbetungshaltung einnehmen, egal wie sie aussieht, aufstehen, hendeben, hinknien, sich vor Gott niederwerfen, dass uns dies zu einem tieferen Lobpreis führt.

00:24:31: Warum?

00:24:32: Weil ich glaube, dass wir im Himmel nicht sitzen werden.

00:24:36: Weil unser Körper unseren Geist ermutigen kann, Gott anzubeten.

00:24:40: Weil wenn wir eine Anbetungshaltung einnehmen, es uns zu einer bewussteren Anbetung führt.

00:24:46: Weil Körper und Geist in der Anbetung eine Einhalt bilden sollten und weil der Lobpreis mit dem Körper ein biblischer Standard ist.

00:25:00: Die ganze Schöpfung betet Gott an und deswegen möchte ich uns ermutigen mit allem was wir sind in diesen Lobpreis der ganzen Schöpfung des ganzen Universums einzutreten und Gott darf wir zu preisen, dass er Gott ist.

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